Zwölf-Monats-Übersicht
Absolute-Return-Fonds verfehlen ihr Ziel

Das Ziel ist klar: Fonds mit dem Etikett „Absolute Return“ streben Kapitalerhalt an. Mit einem Verlust von durchschnittlich 4,31 Prozent haben die 92 Absolute-Return-Fonds in der Zwölf-Monats-Statistik von Feri Rating & Research dieses Ziel jedoch recht deutlich verfehlt. Das Schlusslicht bildet der UBS Bond Fund Absolute Return mit einem Minus von über 30 Prozent.

HAMBURG. Der Fonds notiert in Dollar, was bei einer auf Euro gerechneten Wertentwicklung einige Performancepunkte kostet. Vor allem litt der Fonds unter dem Engagement in forderungsbesicherten Anleihen. „Im Umfeld der Hypothekenkrise sind diese unabhängig von Qualität und zugrunde liegenden Krediten stark unter Druck geraten“, sagt UBS-Sprecher Dominique Gerster. Dann sei die Marktvolatilität auf historische Höhen gestiegen und habe auch zunächst verschonte Segmente erfasst. „Auch Unternehmensanleihen von Banken und Versicherungen mit hoher Qualität haben in diesem Umfeld Werteinbußen hinnehmen müssen“, so Gerster.

Der Fonds des Schweizer UBS-Konzerns investiert weltweit ausschließlich in Zinstitel. Die schwer getroffenen, forderungsbesicherten Anleihen, etwa Asset Backed Securities und Collateralised Debt Obligations, machen aktuell noch immer über 24 Prozent des Portfolios aus. Unternehmensanleihen stellen mit 38 Prozent derzeit die größte Position. „Wir glauben nicht an eine US-Rezession, die der Markt derzeit einpreist“, so Gerster. Zudem sei die US-Notenbank bemüht, eine Verschärfung der aktuellen Probleme zu verhindern.

Während das Volumen des UBS-Fonds in diesem Jahr um gut 43 Prozent geschrumpft ist, konnte sich Michael Welter über Mittelzuflüsse freuen. Der von ihm gemanagte Absolute-Return Inka der Stadtsparkasse Düsseldorf führt die Tabelle mit einem Plus von 6,41 Prozent an. 20 Prozent des Fondsgeldes stecken in Aktien der Branchen Öl, Energieservice, Gold, Agrar und Infrastruktur. „Zudem hat uns die kurze Duration unserer Anleihen Performance gebracht“, sagt Welter. Renten machen momentan 46 Prozent des Fonds aus, 30 Prozent ruhen in der Kasse als Risikopuffer.

Werner Hedrich von Morningstar Deutschland hält generell wenig von Absolute-Return-Fonds. Wer sein Geld vor Verlusten schützen wolle, sei mit Geldmarktkonten besser bedient. „Und für den Vermögensaufbau sind die Renditemöglichkeiten zu beschränkt“, so der Leiter des Fonds-Researchs. Über den Daumen könne man eine Geldmarktverzinsung plus zwei Prozentpunkte erwarten. „Die sechs Prozent des Inka-Fonds lassen auch auf ein höheres Risiko schließen“, so Hedrich.

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