Zwölf-Monats-Übersicht
Altersvorsorge-Fonds verbuchen Verluste

Mit der Mischung aus Aktien, Renten und Immobilien, die das ursprünglich für die private Altersvorsorge konzipierte Segment der AS-Fonds charakterisiert, waren in den vergangenen zwölf Monaten Verluste nicht zu vermeiden. Union Investment hält an Rohstoffwerten fest - Deka warnt vor Überhitzung.

HAMBURG. Im Durchschnitt büßten die 18 noch am Markt verbliebenen AS-Fonds 8,98 Prozent an Wert ein, während herkömmliche Mischfonds nur 7,76 Prozent verloren. Immerhin: Auf Drei-Jahres-Sicht fallen die Ergebnisse deutlich besser aus, und auch über zwölf Monate schlugen sich einige Angebote achtbar.

Allen voran der Geno AS: 1 von Union Investment, der mit einem Volumen von knapp 200 Mill. Euro zu den größten Fonds der Kategorie gehört. Dessen Manager Boris Schakowski konnte die Verluste auf 3,69 Prozent begrenzen, indem er auf der Aktienseite Titel bevorzugt, die sich trotz der seit knapp einem Jahr andauernden Finanzkrise in einem intakten Aufwärtstrend bewegen. "Dazu gehören Energie- und Rohstoffwerte, aber auch Unternehmen, die wie Kali + Salz oder Syngenta vom Agrar-Boom profitieren", sagt Schakowski.

Bis auf weiteres sieht der Union-Investment-Manager keinen Wechsel bei den globalen Trends. Die Aktienquote seines Fonds hält er konstant zwischen 65 und 75 Prozent, wobei Deutschland und die USA mit jeweils rund einem Fünftel die größten Länderpositionen stellen. "Deutschland ist im internationalen Vergleich noch immer einer der am günstigsten bewerteten Märkte", betont Schakowski. Für die USA spreche neben der Erwartung, dass das Land möglicherweise als erstes aus einer globalen Rezession herausfinde, vor allem der schwache Dollar. Schakowski: "Für viele Firmen ist das mittlerweile ein echter Standortvorteil."

Anders als der Union-Investment-Manager legt Michael Wirtz mit dem Deka AS-Privatvorsorge auf der Aktienseite nahezu ausschließlich in Euro-Land-Titeln an. "Als Vergleichsindex nutzen wir den Euro Stoxx 50", sagt Wirtz. Weil der Deka-Manager im aktuellen Rohstoff-Boom die Gefahr einer Überhitzung sieht, hat er diesen Bereich bereits seit längerem deutlich untergewichtet. Mit einem moderaten Verlust von 6,96 Prozent hat sich jedoch auch der Deka AS-Privatvorsorge in den vergangenen zwölf Monaten recht gut gehalten. Wirtz führt das unter anderem auf die defensive Struktur zurück, die sich auf der Aktienseite (aktueller Anteil am Portfolio: 58 Prozent) in der Übergewichtung von Versorgern und Telekomfirmen zeigt. An dieser Ausrichtung will er bis auf weiteres festhalten, ebenfalls an der mit 3,8 Jahren recht kurzen Zinsbindungsdauer im Rentenbereich.

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