Zwölf-Monats-Übersicht
Anleiheprofis bevorzugen Investments in Euro

Trübe Zeiten für Rentenfonds mit Fokus auf europäischen Lokalwährungen: Sie verbuchten im Schnitt in den vergangenen zwölf Monaten ein Minus von 0,18 Prozent (Tabelle). Einige Fondsmanager verstanden es jedoch, auch in der schwierigen Marktphase obenauf zu bleiben. Am besten gelang dies zuletzt dem "3 Banken Europa Bond-Mix".

HAMBURG. Dieser Fonds legte um 3,89 Prozent zu. "Wir haben frühzeitig auf Qualität gesetzt und riskante Kreditwetten vermieden", kommentiert Gerhard Erler das Spitzenergebnis der Vergleichsgruppe. Auch sonst hat der Manager der österreichischen 3 Banken Generali Investment in den vergangenen Monaten eher konservativ investiert: "Wir fahren bereits seit längerem keine allzu großen Einzelwetten und setzen bevorzugt auf das kurze Ende der Laufzeitenkurve".

Auch die Währungsstruktur spiegelt die eher defensive Haltung Erlers wider: "Wir können generell bis zu 15 Prozent des Portfolios in europäischen Lokalwährungsanleihen investieren, aktuell sind es jedoch nur rund acht Prozent". Im Fokus des Österreichers stehen dabei ausschließlich Währungen aus Ost- und Südosteuropa, darunter Griechenland. Innerhalb der Euro-Zone bevorzugt er deutsche Staatsanleihen, die rund die Hälfte des Euro-Portfolios ausmachen. Gegenüber Unternehmensanleihen zeigt sich der Fondsmanager ebenfalls vorsichtig: "Im Vergleichsindex machen diese Papiere rund ein Drittel aus, wir halten den Einstieg noch für zu riskant."

Joachim Buddendick bleibt diesem Segment dagegen generell fern: "Wir investieren mit dem VR Vermögenskonzept R grundsätzlich nicht in diese Papiere, da sie nicht unserer Anlagephilosophie entsprechen", sagt der Co-Manager des auf Rang drei liegenden Fonds von Union Investment. Auch sonst ist das Portfolio des für den Verbund der Volks- und Raiffeisenbanken gemanagten Fonds deutlich konservativer aufgestellt als der 3 Banken Europa Bond-Mix.

So bestehen keine Anlagen in osteuropäischen Lokalwährungen, sondern der Schwerpunkt des Fremdwährungssegments liegt auf Papieren, die auf US-Dollar, japanische Yen, das britische Pfund oder nordeuropäische Kronen lauten. Anders als beim Konkurrenten aus Österreich sind die Union-Manager nicht auf eine Höchstgrenze der Fremdwährungen von 15 Prozent festgelegt: "Wir können diesen Anteil frei variieren, zurzeit macht der Anteil der Fremdwährungen weniger als zehn Prozent aus."

Aktuell sieht Buddendick keinen Bedarf für deutliche Umschichtungen im Portfolio: "Die Schwäche der Fremdwährungen wird vorerst anhalten, auch auf der Laufzeitenseite halten wir bis auf weiteres an einer mittleren Kapitalbindungsdauer von rund sechs Jahren fest."

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