Zwölf-Monats-Übersicht
Energieaktien stützen US-Nebenwertefonds

Mit Energieaktien konnten sich die Fondsmanager aus dem amerikanischen Nebenwertebereich dem allgemeinen Abwärtstrend der US-Börsen widersetzen. Blackrock und BNP Paribas halten Explorationsfirmen für aussichtsreich.

HAMBURG. „Die Übergewichtung dieses Sektors hat uns geholfen, die Verluste zu begrenzen“, bestätigt Tom Callan. Der Manager der BGF US Opportunities Fund von Blackrock verbuchte in den vergangenen zwölf Monaten ein Minus von 15,29 Prozent, das waren aber rund zehn Prozentpunkte weniger als der Durchschnitt der 54 Angebote umfassenden Vergleichsgruppe (Tabelle). Der Großteil seiner Verluste geht auf den weiter schwachen US-Dollar zurück, der zwischen Juli 2007 und Juni 2008 mehr als 14 Prozent einbüßte.

In den vergangenen Wochen hat Callan den Anteil an Energiewerten wieder auf rund zwölf Prozent reduziert. „Aufgrund der Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage und den nach wie vor zu niedrigen Investitionen in die Infrastruktur sehen wir zwar für viele Unternehmen in der Branche langfristig weiter gute Aussichten, einige Kurse sind aber der Entwicklung vorangelaufen“, so seine Begründung. Dabei liegt der Schwerpunkt nach wie vor bei Explorationsfirmen wie Petrohawk Energy oder Newfield Exploration, reine Raffinerien oder integrierte Unternehmen finden sich nicht im Portfolio.

Auch Judith Vale, die mit dem von ihr beratenen Parvest US Small Cap von BNP Paribas die Vergleichsgruppe anführt, verdankt ihren Vorsprung dem hohen Anteil von Energieaktien. Aktuell hat die Managerin des US-Investmenthauses Neuberger Berman rund 22 Prozent in diesem Sektor investiert. An der Übergewichtung – die größte Position besteht im kanadischen Ölsandspezialisten Petrobank Energy Resources – will sie bis noch festhalten. Auch eine ihrer jüngsten Neuerwerbungen, die Aktie des Recycling-Unternehmens Darling International, profitiert indirekt von den rasant gestiegenen Rohstoffpreisen.

„Die Abfallstoffe, die Darling zu Tierfutter verarbeitet, eignen sich möglicherweise auch zur Dieselproduktion“, erklärt Vale den zeitweise mehr als 40-prozentigen Kursanstieg seit Jahresbeginn.

Evi C. Vogl, Sprecherin der Geschäftsführung BNP Paribas Asset Management in Deutschland, hält den Parvest US Small Caps für einen der interessantesten Fonds ihrer Palette: „Rasch wachsende kleinere Unternehmen, deren Entwicklung von innovativen Produkten getragen wird, dürften auf weniger günstige Marktbedingungen rascher und flexibler reagieren als einige Großkonzerne.“ Rückenwind erhofft sie sich auch vom US-Konjunkturförderprogramm Economic Stimulus Act 2008, das Steuererleichterungen und Abschreibungsmöglichkeiten im Wert von insgesamt 152 Mrd. Dollar vorsieht.

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