Zwölf-Monats-Übersicht
Euro-Rentenfonds erzielen Rendite auf Umwegen

Mit einem Euro-Rentenfonds einen Wertzuwachs von mehr als sieben Prozent zu erzielen, das war in den vergangenen zwölf Monaten nur auf Umwegen möglich. Allianz und Parvest haben es geschafft und erreichen mit abgesicherten US-Titeln Spitzenplätze.

HAMBURG. Jürgen Jann vom Allianz-Dit Bondselect US-Dollar Pimco (H-EUR) von Allianz Global Investors und Cedric Scholtes mit dem Parvest US-Dollar Bond Hedged EUR von BNP Paribas nutzten einen solchen Umweg: Beide Manager kaufen ausschließlich US-Anleihen und sichern die Erträge gegen Wertverluste des US-Dollar ab. Mit einem Euro-Rentenfonds einen Wertzuwachs von mehr als sieben Prozent zu erzielen, das war in den vergangenen zwölf Monaten nur auf Umwegen möglich. Zum Beispiel über jenen, den Jürgen Jann mit dem Allianz-Dit Bondselect US-Dollar Pimco (H-EUR) von Allianz Global Investors und Cedric Scholtes mit dem Parvest US-Dollar Bond Hedged EUR von BNP Paribas gehen: Beide Manager kaufen ausschließlich US-Anleihen und sichern die Erträge gegen Wertverluste des US-Dollar ab. Damit belegen sie in ihrer Vergleichsgruppe die Plätze eins und drei (siehe Tabelle).

"Angesichts der Zinssenkungspolitik der amerikanischen Notenbank haben US-Staatsanleihen seit Mitte 2007 klar besser performt als vergleichbare europäische Papiere", sagt Jann. Privatanleger haben davon allerdings - zumindest bei Allianz Global Investors - nicht profitiert: Die währungsgesicherte Variante des Fonds steht ausschließlich institutionellen Kunden zur Verfügung. Jann kann sich jedoch durchaus vorstellen, dass Käufer der ungesicherten Tranche künftig im direkten Vergleich vorn stehen. "Der Euro dürfte bis auf weiteres seine besten Zeiten gesehen haben", verweist er auf die jüngste Dollarstärke.

Welche Richtung der Dollar künftig einschlägt, darüber macht sich Patrick Hussy nur am Rande Gedanken. Der Manager des auf Rang acht liegenden Deka-Euro Renten Trend CF investiert ausschließlich in auf Euro lautende Staatsanleihen und Pfandbriefe und folgt dabei seit Anfang 2007 einem verhaltenstheoretischen Ansatz (Behavioral Finance). "Wir spüren etablierte Trends auf, achten aber auch sehr genau auf Stimmungen und analysieren, wohin die Gelder der anderen Marktteilnehmer fließen", erläutert Hussy. Mit den bisherigen Ergebnissen zeigt sich der Deka-Manager sehr zufrieden: "Mit Hilfe unseres Behavioral-Finance-Ansatzes haben wir nicht nur zwei Schwächephasen am Rentenmarkt umgangen, sondern auch Mitte 2007 rechtzeitig auf steigende Kurse umgeschaltet", erklärt er das deutlich über dem Durchschnitt liegende Zwölf-Monats-Plus von 5,15 Prozent.

Um sein Renditeziel von 100 Basispunkten über dem Geldmarktzins zu erreichen, darf Hussy bei der Zinsbindungsfrist extrem flexibel agieren. Er kann diese auch in den negativen Bereich verschieben und somit von steigenden Zinsen profitieren. Aktuell sieht er allerdings eher am anderen Ende der Zinskurve Chancen. "Die Inflationsangst ist gesunken, das macht Langläufer wieder interessant", sagt er. Die durchschnittliche Zinsbindungsfrist seines Portfolios liegt derzeit bei rund vier Jahren, wobei Staatsanleihen mit Zinsaufschlag zu den bevorzugten Zielen gehören.

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