Zwölf-Monats-Übersicht
Europa-Fonds der Deka findet Weg aus der Krise

Nach Jahren schwacher Leistung knüpft der auf europäische Aktien spezialisierte Arideka der Sparkassen-Tochter Deka wieder an bessere Zeiten an. Im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich der zehn größten Angebote dieser Kategorie landet er auf Rang vier. Die Konzentration auf Marktführer war erfolgreich – doch viele Value-Manager rutschen ab.

HAMBURG. Arideka schneidet mit einem Minus von 22,83 Prozent immerhin zwei Prozentpunkte besser ab als der Durchschnitt aller 482 Fonds (siehe Tabelle). Die Steigerung erklärt Fondsmanager Gerd Tanzberger vor allem mit guten Einzelinvestments. „Unser Stockpicking hat es uns ermöglicht, die Spreu vom Weizen zu trennen“, sagt er. Bei der Zusammenstellung seines Portfolios verfolgt Tanzberger keinen speziellen Anlagestil. „Unser Augenmerk liegt auf Aktien von unterbewerteten Unternehmen, die eine führende Wettbewerbsposition, eine hohe Managementqualität und ein langfristiges und dynamisches Gewinnwachstum aufweisen“, erklärt er. Außerdem legt er großen Wert auf den direkten Dialog mit den Unternehmenslenkern seiner Investments.

Derzeit ist die finnische Nokia-Aktie mit 3,4 Prozent des Portfolios Tanzbergers wichtigster Einzeltitel. Mehr als ein Fünftel des Fondsvermögens investiert er in Finanzwerte wie die britische HSBC. Großbritannien steht in der Länderaufteilung mit rund einem Viertel des Portfolios vor Frankreich und Deutschland auf Platz Eins.

Anders sieht es bei dem ebenfalls auf Europa spezialisierten Fonds European Opportunities der Londoner Alken Asset Management aus. Hier kommen Deutschland und Frankreich zusammen schon auf die Hälfte des Portfolios. Die heimische Anlageregion belegt den dritten Rang. Während das Deka-Produkt sich auf Börsenschwergewichte konzentriert, legt Alken-Manager Nicolas Walewski ein Fünftel seines Fonds in Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von weniger als zwei Mrd. Euro an.

Mit seiner auf Substanzwerte ausgerichteten Value-Strategie schaffte es Walewski in der Vergangenheit häufig auf die vorderen Plätze seiner Vergleichsgruppe. Aktuell ist er allerdings mit einem Wertverlust von mehr als 30 Prozent auf den vorletzten Platz unter den zehn Schwergewichten abgerutscht. „Wir haben sehr stark unter unserem Engagement in Stahl-Aktien gelitten“, erklärt Walewski. Auch in den kommenden Monaten rechnet er mit weiteren Negativnachrichten über die Konjunkturentwicklung. Dennoch bleibt der Fonds in defensiven Branchen wie Versorger oder Alltags-Konsumgüter gering gewichtet. „Wir sehen bei ausgewählten Substanzwerten aus der Industrie wie Rolls Royce mehr Potenzial“, erklärt Walewski.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%