Zwölf-Monats-Übersicht
Fondsmanager setzen auf asiatische Energieaktien

Fonds mit Fokus auf Dividendenaktien gelten in Zeiten stark schwankender Aktienmärkte als vergleichsweise krisenfest. Davon sind diese Produkte momentan jedoch weit entfernt. Hintergrund: Üblicherweise ist der Anteil von Bankaktien in diesen Fonds sehr hoch, die wegen der Finanzkrise besonders abgestraft wurden. Für einen Fonds machte sich die Spezialisierung auf Dividendentitel allerdings bezahlt.

HAMBURG. Aders verhält es sich mit dem Allianz RCM High Dividend Asia Pacific: Mit 5,92 Prozent fiel dessen Verlust in den vergangenen zwölf Monaten deutlich niedriger aus als für das Gros der 134 anderen bei Feri Rating & Research gelisteten Asienfonds. Im Durchschnitt verloren die Angebote dieser Kategorie 20,77 Prozent (siehe Tabelle).

"Asiatische Banktitel haben sich in diesem Zeitraum weitaus besser entwickelt als europäische und amerikanische und auch die Vergleichsindizes geschlagen", kommentiert Fondsmanager Raymond Chan das gute Ergebnis. Aktuell gewichtet er den Sektor mit 20 Prozent. Dass Asiens Banken bislang glimpflich davongekommen sind, liege vor allem daran, dass sie kaum in Subprime-Titeln engagiert gewesen seien und zudem in der Regel über eine höhere Eigenkapitalquote verfügten, ergänzt er.

Einen weiteren Grund für das vergleichsweise moderate Minus sieht Chan darin, dass der Fonds gemäß dem Schwerpunkt auf Dividendentiteln generell eher konservativ aufgestellt sei. "Dass wir Indien zuletzt gemieden haben, hat sich ebenfalls ausgezahlt", so der Fondsmanager. Bei der Titelauswahl konzentriert er sich auf Unternehmen, deren Dividendenrendite um ein bis 1,5 Prozentpunkte höher ist als bei den im MSCI Asia Pacific ex Japan gelisteten Unternehmen.

Zu seinen Favoriten zählt Chan neben Finanzwerten auch Telekomunternehmen, die er aktuell mit 16 Prozent gewichtet. "Der Sektor profitiert von einem hohen Cash- Flow, der es den Unternehmen ermöglicht, hohe Dividenden zu zahlen", so der RCM-Manager. Auch Energietitel hält er für aussichtsreich.

Rajiv Jain setzt im Portfolio des Vontobel Far East Equity dagegen andere Branchenschwerpunkte. So machen Telekomaktien lediglich rund fünf Prozent des Portfolios aus, Energieaktien dagegen 16 Prozent. "Wir sehen ein strukturelles Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bei Energie, so dass die Aussichten weiter positiv sein dürften", ergänzt der von New York aus agierende Vontobel-Manager. Da er für die kommenden Monate mit konstant hohen Energiepreisen rechnet, sieht er für den Sektor weiteres Potenzial.

Das vergleichsweise niedrige Minus von 4,28 Prozent, mit dem der Fonds Rang zwei der Vergleichsgruppe belegt, führt Jain vorwiegend auf die Währungsabsicherung des Fonds zurück.

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