Zwölf-Monats-Übersicht
Fondsmanager setzen auf steigenden Dollar

Die Zuversicht der Fondsmanager im Frühjahr 2007 für die internationalen Aktienmärkte hat sich nicht ausgezahlt. Das zeigt der Zwölf-Monats-Vergleich der zehn größten globalen Aktienfonds mit deutscher Vertriebszulassung: Neun von ihnen weisen rote Zahlen auf; das Schlusslicht Templeton Growth verlor sogar ein Viertel seines Anteilswerts.

HAMBURG. Einzig der Fonds der Carmignac Investissement liegt im Plus. "Das liegt an unserer Kombination der Anlagethemen Schwellenländer und Rohstoffe mit der Absicherung des Portfolios gegen das US-Dollar-Risiko", erklärt Fondsmanager Edouard Carmignac. Doch kurzfristig betrachtet ging die Strategie nicht auf. Der Fonds verzeichnete im März unter den zehn Schwergewichten die höchsten Verluste. "Rohstoff- und Schwellenländer-Investments wurden durch allgemeine Gewinnmitnahmen in Mitleidenschaft gezogen", sagt Carmignac.

Dennoch bleibt der Fondsmanager für das aktuelle Börsenjahr optimistisch. An seiner regionalen Gewichtung will er festhalten: "Die Schwellenländer zeigen sich weiter widerstandsfähig." Investitionen in die aufstrebenden Märkte machen derzeit rund ein Drittel des Fondsportfolios aus. Rohstoffaktien kommen auf 22 Prozent, doppelt so viel wie im Vergleichsindex MSCI World. Mehr als vier Prozent des Fonds steckt in der Aktie von type="unknownISIN" value="Petrobras">Petrobras, der größten Ölgesellschaft Brasiliens. Beim zweiten Renditebringer hat der Fondsmanager allerdings Änderungen vorgenommen: "Wir haben die komplette Währungsabsicherung des Portfolios inzwischen wieder aufgehoben", so Carmignac.

"Aufgrund der beginnenden relativen Aufwertung des US-Dollars sind deutliche Währungsgewinne zu erwarten", sagt auch Marc Kniess. -Alexander Er hat vor einem Monat die Verantwortung für den type="unknownISIN" value="DWS Investment GmbH">DWS Vermögensbildungsfonds I übernommen.

Der DWS-Manager mag nicht nur die US-Währung, sondern auch die Anlageregion Amerika: "Die USA sollten nach den geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen als erstes den Weg aus der Krise finden", so Kniess. "Wir sehen in den etablierten Ländern größere Ertragschancen als in Schwellenländern."

Auch bei der Branchengewichtung unterscheidet sich der DWS - Fonds deutlich von dem Spitzenreiter. Kniess: "Investments im Rohstoffsektor bieten derzeit ein unattraktives Chance-Risiko-Profil." Stattdessen hat er seine Positionen in soliden Finanzwerten wie Axa, ING und Allianz aufgestockt." Insgesamt ist der Finanzsektor im DWS-Fonds im Vergleich zum MSCI-World-Index aber mit 15 Prozent gegenüber 22 Prozent noch immer recht deutlich untergewichtet.

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