Zwölf-Monats-Übersicht
Indexfonds von iShares sticht die Konkurrenz aus

Unter den börsengehandelten Indexfonds (ETF für Exchange Traded Funds) gehört der iShares Dax längst zu den Klassikern und mit einem verwalteten Vermögen von rund 2,6 Mrd. Euro auch zu den zehn größten Fonds für deutsche Aktien. Starke Konkurrenz kommt mit dem iShares Div-Dax aus dem eigenen Hause.

HAMBURG. Der Div-Dax besteht aus den 15 dividendenstärksten Titeln des Dax und wurde im Frühjahr 2005 aufgelegt. Auch er bringt inzwischen über zwei Mrd. Euro auf die Waage. Zudem fiel die Wertentwicklung in den vergangenen zwölf Monaten mit einem Minus von 9,77 Prozent etwas besser aus.

"Das zweistellige Plus des Energieversorgers Eon sowie die positive Kursentwicklung von BASF, Thyssen-Krupp, RWE und der Deutschen Börse haben dazu beigetragen, das Minus zu begrenzen", kommentiert Claus Hecher, Vertriebs-Chef von Barclays Global Investors (BGI), das recht gute Abschneiden.

Die Unternehmen gehören indes nicht unbedingt zu den Favoriten von Trudbert Merkel - auch wenn er sie alle im Portfolio hält. Der Manager des Dekafonds hat defensive Titel wie Versorger im Portfolio untergewichtet. Der Performance war das eher abträglich: Mit einem Zwölf-Monats-Minus von 12,54 Prozent bleibt der Dekafonds hinter Dax und Div-Dax zurück.

"Wir haben auf die robuste Weltkonjunktur, getrieben von Brasilien, Russland, Indien und China, gesetzt und die Länge und das Ausmaß der Banken- und Finanzkrise so nicht erwartet", begründet Merkel die Übergewichtung konjunktur- und konsumsensitiver Aktien. Zuletzt habe die Ölpreis-Rally, die er in dieser Form nicht erwartet habe, die Weltkonjunktur belastet. Anlass zu einer grundlegenden Neuausrichtung des Portfolios sieht der Deka-Manager trotz der Schwäche kaum: "In vielen asiatischen Ländern wird der Ölpreis subventioniert, das wird auf Dauer nicht durchzuhalten sein und dazu beitragen, dass sich die Notierungen auf einem niedrigeren Niveau einpendeln". Die globale Konjunkturlage für die nächsten Monate schätzt er daher positiv ein.

Folgerichtig sieht er Potenzial für Aktien, die stark von der Konjunktur abhängen, etwa im Automobilsektor: "Einige Unternehmen in dieser Branche verzeichnen zwar Absatzrückgänge in den Industrieländern, die aber von der wachsenden Nachfrage aus der Mittelschicht in Asien deutlich überkompensiert wird." Er hält auch Softwareunternehmen für attraktiv, unter anderem, weil sich die Ausgaben der Unternehmen für IT-Investitionen bislang sehr stabil entwickelt hätten. Größte Position in diesem Segment ist mit einer Gewichtung von 5,9 Prozent die SAP-Aktie. Im Transportsektor sieht er unter anderem aufgrund günstiger Bewertungen Potenzial.

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