Zwölf-Monats-Übersicht
Investmentprofis meiden Finanzwerte

Der Verzicht auf Finanzwerte bewahrte Anleger in den vergangenen zwölf Monaten am besten vor Verlusten: Der "DB Platinum IV Croci Euro R1C" der Deutschen-Bank-Tochter DB Platinum ist mit dieser Strategie aktuell der renditestärkste Fonds der Kategorie "Aktien Euroland". Computer helfen bei der Suche nach renditestarken Firmen in der Euro-Zone.

HAMBURG. Basiswert des Indexfonds ist der Strategie-Index Deutsche Bank Croci Euro, der nach der Bewertungskennziffer Cash Return on Capital Invested (Croci) zusammengestellt wird. Auf Deutsch: Die Fondsmanager suchen nach Unternehmen aus den Euro-Ländern, die eine im Vergleich zum investierten Kapital möglichst hohe Rendite erwirtschaften. Die 30 Titel mit dem höchsten Croci-Wert kommen ins Portfolio; Finanzwerte bleiben grundsätzlich außen vor.

Das ist beim viertplatzierten Fonds der WestLB anders. Dort haben Banken mit einer Gewichtung von 16,2 Prozent den höchsten Anteil am Portfolio. Ausgewählt werden die durchschnittlich 100 bis 130 Einzeltitel vom Managerteam für quantitatives Research unter der Leitung von Stefan Braun. Sie suchen nach Aktien, die im Vergleich zum Euro Stoxx 50 einen positiven Trend aufweisen.

Bis Anfang dieses Monats verwendete Braun noch ein zweites Trendfolgemodell, das die Aktienquote des Fonds in einer Spanne von 70 bis 130 Prozent vorgab. "Unsere Vertriebsstrategie sieht jedoch höhere Erfolgschancen für ein reines Selektionsmodell", erklärt Braun. Verbunden mit dem Strategie- ist auch ein Namenswechsel: Statt "Quandas Euro Equity" heißt der Fonds seit Anfang Mai "Alpha/Beta Euro Equity". Um den Marktdurchschnitt zu schlagen, ist Braun zu 100 Prozent investiert. Derzeit bevorzugt er Titel aus defensiven Branchen wie Versorger.

Von neuer Euphorie für die Aktienmärkte der Euro-Zone ist auch Magali Matagne noch weit entfernt. "Die Kreditkrise und ihre Folgen für die Wirtschaft sowie der starke Euro werden die Märkte auch in den kommenden Monaten beherrschen", sagt die Managerin des drittplatzierten "Dexia Equities EMU Growth Cap". Daher legt sie derzeit einen deutlichen Schwerpunkt auf Titel mit hoher Marktkapitalisierung. Die Fondsmanagerin der belgischen Dexia Asset Management sucht an den Euroland-Börsen nach Unternehmen mit starkem und nachhaltigem Gewinn- und Umsatzwachstum. Fündig wird sie vor allem bei Industrieunternehmen und ihren Zulieferern, Versorgern und in der Konsumbranche. Finanzwerte machen in ihrem Portfolio dagegen weniger als neun Prozent aus. Ausgewählt werden die Einzeltitel wie beim WestLB-Fonds nach einem quantitativen Modell. Dabei ist die Übereinstimmung groß: Mit Eon, Telefonica, BASF, Nokia, Bayer und Suez gehören gleich sechs Euroland-Standardwerte in beiden Fonds zu den zehn größten Positionen.

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