Zwölf-Monats-Übersicht
Mischfonds nutzen Hedge-Fonds-Strategien

Die Ergebnisse von flexibel gemanagten Mischfonds ließen in den vergangenen zwölf Monaten zu wünschen übrig: Im Schnitt lagen die 308 Fonds dieser Kategorie mit 7,41 Prozent im Minus. Weit besser schnitt dagegen das Fonds-Duo Dynamic Growth und Flex Strategy der Schweizer Fondsgesellschaft Lemanik ab.

HAMBURG. So legte der Lemanik Dynamic Growth um 7,26 Prozent zu, der Lemanik Flex Strategy verbuchte ein Plus von 6,12 Prozent. Mit beiden Fonds investiert Manager Sergio Cola derzeit vorwiegend in Renten-Kurzläufer und setzt zudem auf Derivate. So werden etwa die Aktienmärkte über Index-Futures abgedeckt.

„Insgesamt ähneln beide Produkte eher Hedge-Fonds als klassischen Mischfonds“, urteilt Rüdiger Sälzle. Der Geschäftsführer des Münchener Analysehauses Fondsconsult hält beide für eine gute Wahl. „Sie werden sehr defensiv gemanagt und haben vor allem die Kursrückschläge ohne große Verluste überstanden“, begründet er. Dabei ist der Lemanik Flex Strategy sein Favorit: „Dieser Fonds kann auch über die sogenannte Short-Strategie auf fallende Märkte setzen und hat damit mehr Möglichkeiten, unabhängig von der Marktlage im Plus zu liegen“, erläutert Sälzle.

Auch am aktuellen Spitzenreiter BGF Global Allocation Fund des US-Vermögensverwalters Blackrock findet er Gefallen. „Der Fonds wird auf der Aktienseite nach einem klassischen Bottom-up-Ansatz gemanagt, bei dem die Auswahl einzelner Aktien im Vordergrund steht, während sich Lemanik lediglich auf die Auswahl bestimmter Märkte beschränkt“, führt Sälzle aus.

Dementsprechend unterscheidet sich die Zusammensetzung des Fonds deutlich von der des Lemanik-Duos. So hält Blackrock-Manager Dennis Stattman aktuell rund 54 Prozent des Portfolios in Einzelaktien, darunter den US-Konzern General Electric und den brasilianischen Energie-Multi Petrobras.

Bei der Titelauswahl konzentriert er sich vorwiegend auf unterbewertete Aktien mit einem überdurchschnittlichen Gewinnpotenzial. „In den vergangenen Monaten sind wir gemäß dieser Strategie vor allem in den Bereichen Konsumwerte, Gesundheitswesen und Telekom-Dienstleistungen fündig geworden“, sagt Stattman, der das Risiko auf der Aktienseite mit Investments in diesen Sektoren reduzieren will.

Auch Rohstoffe und Industriewerte stehen bei ihm hoch im Kurs: „Viele Unternehmen aus diesen Branchen profitieren von der hohen Rohstoffnachfrage aus Asien“, so Stattman. Auf der Rentenseite hält er sich derzeit weit mehr zurück als Lemanik-Manager Cola. Lediglich mit einem Drittel des Portfolios ist Stattman in Zinspapieren investiert.

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