Zwölf-Monats-Übersicht
Stabilitas favorisiert Goldminenaktien

Der Rohstofffonds Stabilitas Gold + Resourcen der Augsburger Gesellschaft Era Resources ist nichts für schwache Gemüter. Nach einem Blitzstart, der die Anteile zwischen Oktober 2005 und Mai 2007 um 150 Prozent in die Höhe trieb, nähern sich die Notierungen inzwischen in freiem Fall dem ursprünglichen Ausgabepreis. Auch andere Rohstofffonds kämpfenmit massiven Verlusten.

HAMBURG. Allein in den zwölf Monaten bis Ende Juli verlor der Fonds Stabilitas Gold + Resourcen 40 Prozent an Wert und belegt damit unter 74 Vergleichsangeboten den viertletzten Platz (Tabelle).

Fondsmanager Werner Ullmann führt den Absturz in erster Linie auf die Kreditkrise zurück. "Wir kaufen vor allem kleine, wachstumsstarke Unternehmen, und dort haben viele risikoscheue Investoren als erstes Kasse gemacht", sagt der geschäftsführende Gesellschafter von Era Resources. Zunehmend gerieten aber auch die Aktien größerer Konzerne in den Negativstrudel. "Die Märkte handeln im Moment nicht sehr rational", kommentiert er die jüngsten massiven Verluste im Rohstoffsektor.

Wie es der Name andeutet, investiert der Stabilitas Gold + Resourcen immer mindestens 50 Prozent seines Fondsvermögens in Goldminenaktien. Aktuell sind es 60 Prozent. Obwohl der Goldpreis sich wieder der Marke von 800 Dollar angenähert hat, sieht Ullmann in diesem Bereich bis auf weiteres die größten Chancen. "Die Bewertungen sind teilweise auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren gefallen", sagt er. Mit 36 Prozent am stärksten gewichtet ist Lateinamerika, wo Ullmann sich aus politischen Gründen vor allem auf Mexiko, Peru und Chile konzentriert.

Nur nordamerikanische Titel kauft dagegen Peter Königbauer mit dem Pioneer Investments Aktien Rohstoffe: "Wir beschränken uns auf jene Firmen, die im Morgan Stanley Commodity Related Index enthalten sind." Dieser bündele gleichgewichtet 20 Rohstoff-, Energie- und Lebensmittelaktien, wobei Gold- und Ölwerte mit zusammen 50 Prozent den größten Anteil stellen.

Königbauers aktive Managementleistung beschränkt sich im Wesentlichen auf die Währungssicherung, die aktuell ebenfalls rund 50 Prozent beträgt. Trotz der Rückschläge appelliert er an Anleger, investiert zu bleiben: "Der Superzyklus ist intakt, Rohstoffaktien gehören in jedes Depot."

Ähnlich argumentiert Björn Drescher. Auf der Empfehlungsliste des Geschäftsführers von Drescher in Sankt Augustin steht aktuell dennoch keiner der beiden Fonds. "Bei dem Pioneer-Produkt erscheint uns das Anlageuniversum zu klein, bei Stabilitas wiederum hat uns die Aktienauswahl nicht überzeugt", sagt Drescher. Er rät zu einer möglichst breiten Mischung, wie sie etwa die Kombination der Klassiker BGF World Mining und BGF World Energy von Blackrock gewährleiste.

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