Zwölf-Monats-Übersicht
US-Nebenwertefonds verzeichnen Verluste

Lediglich fünf von 54 US-Fonds mit Schwerpunkt auf Nebenwerten gelang es in den vergangenen zwölf Monaten, ihr Minus auf Euro-Basis im einstelligen Bereich zu halten. Für den Rest ging es um bis zu 35 Prozent bergab. Société Générale und Parvest begrenzen das Minus allerdings mit Energiewerten.

HAMBURG. Mit den besten Eindruck hinterließ Brendt Stallings von Societé Générale Asset Management: Sein Fonds SGAM Fund Equities US Mid Cap Growth verlor lediglich 2,71 Prozent. "Unsere Wetten auf die Sektoren Energie, Konsum und Technologie sind insbesondere im April sehr gut aufgegangen", zeigt sich Stallings mit dem in diesem Zeitraum erzielten Plus von 12,61 Prozent zufrieden. Insbesondere von Technologieaktien, die in seinem Portfolio aktuell gut 23 Prozent ausmachen, gibt sich der SGAM-Manager überzeugt. "Trotz der schwachen Fundamentaldaten der US-Wirtschaft verzeichnen viele der in diesem Sektor tätigen Firmen ein solides Wachstum und sind bilanztechnisch sehr gut aufgestellt", sagt er. Dazu zählt der von Los Angeles aus tätige Manager unter anderem den Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) und den Videospiel-Produzenten Take Two Interactive.

Auch dem Energiesektor traut Stallings weiter Kursfantasie zu, insbesondere Energiedienstleistern. "Trotz des hohen Ölpreises ist es unwahrscheinlich, dass entweder die Nachfrage deutlich zurückgeht oder das Angebot stark steigt", argumentiert er. Eher zögerlich war der SGAM-Manager hingegen bei Aktien aus dem Gesundheitssektor. Den jüngsten Ausverkauf dieser Aktien nutzt er derzeit aber, um wieder günstig einzusteigen, beispielsweise beim Generika-Hersteller Mylan und dem Pharma-Dienstleister Healthextras. Generell konzentriert sich Stallings auf das Segment mittelgroßer Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von einer Mrd. bis zu zehn Mrd. Dollar. Jeweils rund 15 Prozent des Portfolios stecken derzeit jedoch in Unternehmen mit höherem oder geringerem Börsenwert.

Vorwiegend auf die letztgenannte Größenklasse zwischen 100 Mill. und drei Mrd. Dollar setzt dagegen Judith Vale von der US-Gesellschaft Neuberger Berman. Die Beraterin des Parvest US Small Cap erzielte mit einem Minus von lediglich 2,25 Prozent das beste Ergebnis der Vergleichsgruppe.

Wie Stallings bevorzugt auch Vale Energietitel. Technologiewerte spielen dagegen mit einem Anteil von rund zehn Prozent eine geringere Rolle. "In diesem Segment finden wir derzeit nur wenige Unternehmen, die unseren Kriterien entsprechen", so Vale. Gesundheitstitel hat sie dagegen mit 18 Prozent weitaus höher gewichtet.

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