Zwölf-Monats-Übersicht
Wassertitel belasten Branchenfonds

Dass man mit den Zutaten für Bier, Brot und Bratwurst Geld verdienen kann, scheint sich langsam herumzusprechen. Jüngster Neuzugang im Club der zehn größten Branchenfonds mit deutscher Vertriebszulassung ist der DWS Global Agribusiness. Rund 1,4 Milliarden Euro verwaltet der im November 2006 aufgelegte Aktienfonds mittlerweile.

HAMBURG. Mit dem Begriff Agribusiness, aus den englischen Wörtern "agriculture" und "business" zusammengesetzt, werden die der Landwirtschaft vor- und nachgelagerten Bereiche bezeichnet: Vom Boden über Saatgut, Dünger, Pflanzenschutzmittel, Bewässerung, Ernte und Verarbeitung bis zum Vertrieb. Manager Oliver Kratz investiert mit Ralf Oberbannscheidt weltweit in die gesamte Bandbreite der Agrarwirtschaft, vom Saatgut bis zum Schnitzel. 30 Prozent des Fondsvermögens dürfen auch in Unternehmen ohne Bezug zur Agrarwirtschaft investiert werden. "Der Fokus liegt derzeit auf den Besitzern von Assets, interessant sind beispielsweise Kaliminen oder auch Fischfarmen", erklärt Oberbannscheidt. Größte Position ist Archer-Daniels-Midland, einer der größten Verarbeiter und Veredler landwirtschaftlicher Produkte. Das US-Unternehmen übernimmt Ernten und verarbeitet sie, um Zutaten für Lebensmittel, Futtermittel, erneuerbare Kraftstoffe und natürliche Alternativen zu Industriechemikalien herzustellen.

Die Aussichten sind gut: Die Preise für Agrarrohstoffe steigen von einem Rekord zum nächsten. Davon profitieren Bauern - und Firmen der Agrarwirtschaft. Denn wer gut verdient, will investieren. Kratz und Oberbannscheidt haben in den vergangenen zwölf Monaten dennoch nur einen mageren Wertzuwachs geerntet: Ihr Agrar-Fonds verlor 0,47 Prozent. Baden gingen die Fondsmanager unter anderem mit der chinesischen Wasser-Firma China Water Affairs, deren Aktien seit Jahresanfang 47 Prozent verloren.

Obwohl der ebenfalls zu den Schwergewichten zählende Pictet Water diese Aktie nicht im Portfolio hat, tauchte die Performance des Wasser-Fonds noch deutlich tiefer ab: In den vergangenen zwölf Monaten verlor er 12,89 Prozent. "Hauptgrund war die deutliche Korrektur im Segment der Wasserversorgung", heißt es im Bericht der Fondsmanager. Die schwache Performance habe titelspezifische Ursachen gehabt. So verlor Veolia seit Jahresanfang knapp 25 Prozent. Der weltweit führende Umweltdienstleister ist die größte Position. Die Fondsmanager Hans Peter Portner, Philippe Rohner und Louis Perrin-Mathieu sind dennoch optimistisch: "Da die langfristigen Treiber des internationalen Wassermarkts weniger stark von einer Konjunkturtalfahrt betroffen sind, sehen wir in der aktuellen Schwäche eine gute Kaufmöglichkeit."

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