Zwölf-Monats-Übersichts
Mischfondsmanager gehen auf Nummer sicher

Bei sicherheitsorientierten Anlegern hat sich die Luxemburger Fondstochter der Privatbank Hauck & Aufhäuser (H&A) einen guten Namen gemacht. Auch im Zwölf-Monats-Vergleich von 102 defensiv aufgestellten Mischfonds liegen zwei H&A- Fonds unter den ersten Zehn. Am besten schnitt der HAIG MB Flex Plus ab, der vom Limburger Vermögensverwalter MB Fund Advisory gemanagt wird.

HAMBURG. Die Portfolios der vier Fonds, die der Vermögensverwalter betreut, werden von den drei MB-Geschäftsführern Markus Stillger, Armin Stahl und Thilo Müller gemeinsam betreut. Das Know-how des Trios machte sich auch beim rentenlastigen MB Flex Plus bezahlt. Denn neben variabel verzinsten Anleihen europäischer Unternehmen mit kurzer Laufzeit und mindestens guter Schuldnerqualität investieren die Manager bis zu vier Prozent des Fondsvermögens in Optionen auf Indizes wie Dax oder Bund Future. „Diese Strategie, die auch bei fallenden Kursen funktioniert, erklärt unser gutes Abschneiden“, sagt Müller. „Wir haben von den hohen Kursschwankungen am Aktienmarkt profitiert.“

Gemischte Fonds (defensiv)- 07.08.

Bei dem für die Münchener Messerschmidt-Stiftung aufgelegten HAIG Balance First Euro Invest auf Platz neun machen Renten knapp die Hälfte des Portfolios aus. Ein Drittel hält der Manager Günther Strebel in bar, in Aktien hat er zwölf Prozent investiert. Zu den wichtigsten Einzelwerten zählen Nestlé, Allianz und Münchener Rück. Der Deutschland-Anteil liegt bei über 50 Prozent.

Beim MB Flex Plus ist es nur knapp ein Drittel. Doch in der nahen Zukunft will Müller per Optionen stärker auf steigende Kurse an deutschen Börsen setzen: „Zum Jahresende sehe ich den Dax wieder über 7 000 Punkten“. Die Immobilienkrise sollte spätestens im vierten Quartal verdaut sein; Verluste seien dann abgeschrieben, die Inflationsrate auf dem Zenit und das Vertrauen auf dem Tiefpunkt.

„Gleichzeitig sind viele Aktien derzeit zu günstig bewertet“, sagt Müller. In einer gewissen Weise sei die Situation heute der des Jahres 2000 ähnlich – allerdings mit umgekehrtem Vorzeichen: Damals wie heute habe das fundamentale Bewertungskriterium Kurs-Gewinn-Verhältnis kaum Beachtung gefunden.

Die Aussichten auf eine Besserung scheinen Ansgar Klatte derzeit noch zu vage. „Im Moment machen wir von der Möglichkeit, selektiv Chancen im Aktienmarkt zu nutzen, keinen Gebrauch“, sagt der DWS-Manager. Mit dem auf Rang zwei liegenden DB Opportunity setzt Klatte aktuell nahezu voll auf Anleihen. Dabei kommen ausschließlich Wertpapiere mit einer guten Schuldnerbonität ins Portfolio. Immerhin elf Prozent der enthaltenen Titel weisen die Bestnote AAA auf.

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