Zwölf-Monats-Vergleich
Aktienlastige Mischfonds rutschen tief ins Minus

Obwohl der US-Aktienindex S&P 500 in den vergangenen zwölf Monaten 27 Prozent verloren hat, legte der ABN Amro US Opportunities um 11,9 Prozent zu. Und trotz seiner engen Ausrichtung auf den amerikanischen Markt ist er der einzige dynamische Mischfonds, der in der jüngsten Auswertung des Analysehauses Feri Rating & Research auf Jahressicht im Plus liegt.

HAMBURG. Das Erfolgsrezept von Fondsmanager Francois Mouté: Neben Aktien und Anleihen kauft er Futures auf den S&P 500, mit denen er auch bei fallenden Kursen am US-Aktienmarkt Rendite erzielen kann. Zudem investiert Mouté nur in Unternehmen, „die weltweit engagiert sind und somit weniger vom heimischen Markt abhängen“.

Einen weiteren Grund für die gute Jahresperformance sieht Feri-Analyst Christian Michel in der hohen Gewichtung von Goldaktien: „Allein in den zehn größten Titelpositionen sind fünf Goldfirmen vertreten." Der Goldpreis ist in den vergangenen zwölf Monaten um rund 20 Prozent gestiegen. Aktuell besteht das Portfolio des ABN-Produktes nur zu 20 Prozent aus Rentenpapieren. Der Rest sind Aktien, 18 Prozent davon Futures auf den S&P 500.

Indexfutures sind im Jyske Invest Growth Strategy hingegen Mangelware. Sie werden meist nur gekauft, wenn die Barbestände im Portfolio zu hoch sind. Das jedoch war in der Vergangenheit kaum der Fall, denn der Mischfonds der dänischen Gesellschaft Jyske Invest verwaltet gerade einmal 14 Mill. Euro. „Trotz der dadurch relativ hohen Kostenbelastung kann sich die Performance sehen lassen“, sagt Feri-Analyst Michel.

Mit einem Minus von 8,65 Prozent liegt der Jyske-Fonds auf Platz sechs. Ein Grund für das vergleichsweise gute Abschneiden: Jyske-Manager Søren Thomsen, der für die Asset-Allocation zuständig ist, setzt auf die Hilfe des Computers. „Mit diesem computergestützten Investmentansatz „Vamos“ wählen wir preiswerte Firmen hoher Qualität aus, deren Gewinne positiv überraschen“, sagt Thomsen.

Aktuell ist der Jyske Invest Growth Strategy deutlich defensiver aufgestellt als das US-Produkt von ABN Amro. Thomsen hat die Aktienquote mit 50 Prozent auf das Minimum heruntergefahren und die Renten- und Barquote mit 40 beziehungsweise zehn Prozent auf das jeweilige Maximum angehoben. Der Aktienanteil wird von Jakob Greisen gemanagt, der aktuell vor allem auf die Themen Öl, Infrastruktur und Agrarrohstoffe setzt. In den zehn größten Titelpositionen finden Anleger unter anderem Gazprom, Eon und Samsung. Greisens Kollege Lars Elgaard, zuständig für den Rentenanteil, investiert kostensparend in hauseigene Fonds mit dem Schwerpunkt auf Hochzinsanleihen.

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