Zwölf-Monats-Vergleich
Dachfonds profitieren von Asien-Engagements

"The trend is your friend", lautet eine gängige Börsenregel unter Charttechnikern. Im übertragenen Sinne gilt dieses Motto auch für erfolgreiche Aktiendachfonds. Die konzentrieren sich auf das Aufspüren von langfristigen Trends, die sie über entsprechende Branchen-, Länder- und Themenfonds abbilden.

HAMBURG. Die Manager des All Trends der österreichischen Schoellerbank Michael Schützinger und Bernhard Spittaler arbeiten zwar nicht mit den Methoden der Chartanalyse, aber sie konzentrieren sich auf das Aufspüren von langfristigen Trends, die sie über entsprechende Branchen-, Länder- und Themenfonds abbilden. In den vergangenen zwölf Monaten taten sie das sehr erfolgreich: Mit einem Wertzuwachs von 21,28 Prozent belegt der All Trends unter 144 bei der Analysegesellschaft Feri Rating & Research in Bad Homburg gelisteten Aktiendachfonds den sechsten Rang.

Den bei Auflegung des Fonds vor rund sieben Jahren definierten Trends sind die Fondsmanager im wesentlichen treu geblieben. "Damals haben wir allerdings stärker auf Technologie und weniger auf die Bereiche Energie und Rohstoffe gesetzt als dies mittlerweile der Fall ist", sagt Schützinger. Neben diesen beiden derzeit mit zusammen 30 Prozent gewichteten Branchen gehören auch die Bereiche Umwelt, Gesundheit, Sicherheit und Wohlstand in den Schwellenländern zu den Themen, die das Schoellerbank-Duo für langfristig aussichtsreich hält. "Insbesondere das Wohlstandswachstum der aufstrebenden Länder halten wir für eines der zentralen Investmentthemen der kommenden Jahre", sagt Schützinger.

Dementsprechend hoch sind Schwellenländer derzeit im Fonds gewichtet: Rund ein Drittel des Portfolios stecken in entsprechenden Zielfonds, davon mehr als die Hälfte in den drei Fonds Invesco Asia Infrastructure, M&G Asia und Schroder Hong Kong Equity. "Für diese Region erwarten wir weiterhin den stärksten Wohlstandsschub mit entsprechenden Kurszuwächsen", sagt Schützinger.

Ausschließlich auf Asien, allerdings nicht auf die genannten Fonds, setzt dagegen Tanguy Kamp von der Banque de Luxembourg (BL): Er betreut den BL Equities FoF Asia, der mit einem Plus von 34,19 Prozent den aktuellen Zwölf-Monats-Vergleich anführt. Der Fonds wurde zwar bereits 1995 aufgelegt, änderte aber Ende 2004 seine Anlagepolitik. "Davor investierte der Fonds direkt in Aktien", erläutert Kamp. Das gute Ergebnis der vergangenen zwölf Monate führt er vor allem auf Beteiligungen am Templeton Asian Growth und am Carlson Asian Small Cap zurück, die er mit zusammen rund 20 Prozent gewichtet. Auf Länderebene bevorzugt Kamp derzeit vor allem kleinere Märkte wie Thailand und Malaysia, die zusammen ebenfalls einen Portfolioanteil von etwa 20 Prozent haben.

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