Zwölf-Monats-Vergleich
Dachfonds setzen auf Immobilien

Auf den vorderen Plätzen der aktuellen Zwölf-Monats-Rangliste deutscher Dachfonds mit konservativer Anlagestrategie finden sich gleich mehrere Produkte, die von unabhängigen Vermögensverwaltern gemanagt werden. Mit ihrer Anlage-Mischung überholen sie einer nach dem anderen die Konkurrenz.

HAMBURG. Dazu gehört auch der fünftplatzierte NV Strategie Fonds Konservativ der Neue-Vermögen-Gruppe aus Traunstein (siehe Tabelle). "Fonds der großen Banken weisen nicht selten einen hohen Anteil von konzerneigenen Zielfonds auf", erklärt NV-Chef Gottfried Urban das gute Abschneiden des von ihm gemanagten Fonds. "Nur unabhängige Vermögensverwalter haben die Freiheit, frei von Konzernzwängen zu entscheiden." In den vergangenen zwölf Monaten schlug der NV-Fonds den Durchschnitt seiner Vergleichsgruppe um knapp vier Prozentpunkte.

Kapitalgeschützte Anlagen machen mindestens drei Viertel des Fondsvermögens aus. "Entsprechend unserer defensiven Grundausrichtung zielen wir vor allem auf den Erhalt des Vermögens ab", so Urban. In offene Immobilienfonds sind aktuell knapp 78 Prozent investiert. Etwa die Hälfte davon steckt in Spezialfonds für institutionelle Kunden. Der am höchsten gewichtete Zielfonds ist der Kanam Grundinvest mit zehn Prozent.

Der nur von Zeit zu Zeit für Neuanlagen offene Kanam-Fonds ist bei Tom Wede derzeit nur die Nummer fünf im Portfolio. Auch der Manager des Berenberg-Select Income-Universal investiert derzeit mehr als die Hälfte seines Portfolios in Immobilienfonds. "Zusammen mit Rentenfonds macht diese Position immer mindestens 65 Prozent des Portfolios aus", erklärt Wede. Bis zu 35 Prozent darf der Berenberg-Manager in Aktienfonds investieren. "Wir haben wegen des hohen Ölpreises im Juni einige Ölwerte aufgenommen und den Fonds insgesamt etwas offensiver aufgestellt", sagt er. Wedes Ziel ist es, eine Rendite zu erwirtschaften, die zwischen der von Renten- und Aktienanlagen liegt. Mit einem Zuwachs von 3,14 Prozent auf Jahressicht schlägt der Fonds derzeit beide Anlageklassen.

Ein Urteil zu den Fonds abzugeben fällt Detlef Glow, Research-Leiter von Lipper Deutschland, nicht schwer. "Beide eignen sich für Anleger, die bereit sind, ein geringes Risiko einzugehen", sagt Glow. Aktuell liege zwar der Berenberg-Fonds auf Sicht von zwölf Monaten vorn, doch das habe mit den höheren Kursschwankungen des NV-Produkts zu tun. Auf Drei-Jahressicht sei dessen Rendite höher. Glow: "Das Risiko hat sich bezahlt gemacht." Allerdings stehe bei der Berenberg Bank ein großes Team hinter Fondsmanager Wede.

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