Zwölf-Monats-Vergleich
Dachfonds von Veritas enttäuscht Anleger

Markus Kaiser gilt als einer der besten Dachfondsmanager Deutschlands. Die vom Geschäftsführer von Veritas SG Investment betreuten, vor etwas mehr als fünf Jahren gegründeten A2A-Fonds belegen in ihrer jeweiligen Kategorie auf lange Sicht betrachtet nach wie vor Spitzenplätze. Doch in kurzfristigen Vergleichen bietet sich mittlerweile ein anderes Bild.

HAMBURG. So liegt der A2A Basis im Zwölf-Monats-Vergleich von 79 eher konservativ ausgerichteten Dachfonds mit einem mageren Plus von 1,14 Prozent nur auf dem viertletzten Platz.

Das schwache Ergebnis erstaunt vor allem deshalb, weil der A2A Basis bis zu 40 Prozent und damit stärker als vergleichbare Produkte in Aktienfonds investiert sein darf. "Dort waren wir in der ersten Jahreshälfte zu vorsichtig, insbesondere in den Emerging Markets", räumt Kaiser ein. Seiner Einschätzung zufolge befinden sich viele Aktienindizes schon seit längerem in einer "weit fortgeschrittenen Reifephase" ihres Aufwärtstrends.

Zudem habe das eigens für die A2A-Familie entwickelte Computermodell Warnsignale gesendet, er habe daher einen stärkeren Rücksetzer für wahrscheinlich gehalten und das Portfolio vor allem auf Rentenfonds ausgerichtet. "Dabei haben wir uns taktisch zu früh in langen Laufzeiten positioniert", führt er aus. Angesichts der weiter steigenden Zinsen an den Rentenmärkten kam es dabei zu Kursverlusten.

Im nachhinein fühlt sich Kaiser durch die jüngsten, von der US-Immobilienkrise ausgelösten Turbulenzen bestätigt. "Die ruhigen Zeiten an den Kapitalmärkten sollten vorerst vorbei sein", sagt er und vertraut darauf, künftig für seinen vermögenserhaltenden Ansatz wieder stärker belohnt zu werden.

Anders als Kaiser hat Deka-Manager Steffen Selbach im Berolina Capital Sicherheit die maximal erlaubte Aktienquote von 25 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten fast vollständig ausgenutzt.

"Auf der Rentenseite waren wir darüber hinaus so gut wie gar nicht in Staatsanleihen investiert und haben die Restlaufzeit streckenweise auf Null zurückgefahren", sagt er. Zusammen mit einem rund zwanzigprozentigen Immobilienfondsanteil habe beides entscheidend zum Rang eins bedeutenden Plus von 9,54 Prozent beigetragen. Bedarf, den Aktienanteil spürbar zu reduzieren, sieht Selbach nicht. "Trotz der aktuellen Hysterie ist das Thema Immobilienkrise in ein paar Wochen durch", glaubt er.

Christian Michel, Fondsanalyst bei Feri Rating & Research, empfindet die aktuelle Schwächephase des A2A Basis noch nicht als dramatisch. Dort engagierten Anlegern empfiehlt er, investiert zu bleiben. Dasselbe gelte für den Berolina Capital Sicherheit, auch wenn dort der relativ hohe Anteil an hauseigenen Zielfonds "nicht optimal" sei.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%