Zwölf-Monats-Vergleich
Deutsche Tech-Aktien gelten als aussichtsreich

Mit 83 Prozent hat UBS-Fondsmanager Frank Elze deutsche Nebenwerte in seinem Portfolio gewichtet. Eine Entscheidung, die sich in den vergangenen zwölf Monaten auszahlte: Im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich belegt sein Technologiefonds den ersten Platz. Und auch andere deutsche Titel gelten als aussichtsreich.

HAMBURG. "Die Musik für europäische Technologietitel aus der zweiten Reihe spielt derzeit in Deutschland", sagt Frank Elze. Deshalb hat der Manager des UBS Equity Fund European Smaller Technology deutsche Nebenwerte mit 83 Prozent in seinem Portfolio gewichtet. Eine Entscheidung, die sich in den vergangenen zwölf Monaten auszahlte: Mit einem Wertzuwachs von rund 17 Prozent belegt das UBS-Produkt im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich von Feri Rating & Research unter 93 Technologiefonds den ersten Platz.

Auch in den anderen europäischen Ländern fühlt sich Elze momentan mit seinem Schwerpunkt auf Nebenwerten wohl. "Die Aussichten in Europa sind angesichts der robusten wirtschaftlichen Entwicklung sehr gut, die Unternehmen verfügen über ausreichend Kapital für Hard- und Software-Investitionen", sagt er. Dabei stört ihn auch nicht, dass die Aktien kleinerer Unternehmen bereits recht hoch bewertet sind. "Angesichts eines zu erwartenden Gewinnwachstums von im Schnitt 30 Prozent für die im Fonds enthaltenen Titel sehen wir noch deutliches Kurspotenzial", so seine Einschätzung.

Zuversichtlich gibt sich auch Volker Kuhnwaldt, der mit dem Nordasia.com ausschließlich auf asiatische Internetwerte setzt. Für diese Unternehmen sieht der Nordinvest-Manager in den kommenden Monaten ein Gewinnplus von durchschnittlich 20 Prozent. Im vergangenen Jahr hatte Kuhnwaldt in seiner Region allerdings mit einem ungünstigen Marktumfeld zu kämpfen, das dem Nordasia.com ein Minus von 22,52 Prozent bescherte. Die bereits seit längerem andauernde Schwäche asiatischer Internetfirmen rührt seinen Worten zufolge noch immer von der Bilanzkrise des japanischen Internetunternehmens Livedoor her. "Der Anfang 2006 aufgedeckte Skandal hat das Vertrauen der Anleger nachhaltig erschüttert", erläutert Kuhnwaldt.

Diverse Fehlprognosen japanischer Technologiefirmen hätten die Unsicherheit anschließend noch weiter vergrößert. Trotzdem hält Kuhnwaldt nach dem Ende der Berichtssaison Ende Mai eine positive Trendwende für möglich. Den Japan-Anteil von derzeit 30 Prozent will er in den kommenden Wochen gezielt aufstocken.

Ähnlich antizyklisch sollten nach Einschätzung von Gerd Bennewirtz auch Anleger vorgehen. "Der Technologiesektor ist an sich gesund, wird aber dennoch vernachlässigt und bietet darum großes Potenzial", sagt der Geschäftsführer des Finanzdienstleistungsinstituts SJB Fonds Skyline im rheinischen Korschenbroich. Für schwankungsanfällige Fonds wie den UBS Equity Fund European Smaller Technology und den Nordasia.com empfiehlt er Investments über Sparpläne.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%