Zwölf-Monats-Vergleich
Dollar-Rentenfonds drehen ins Plus

Die Talfahrt des US-Dollars scheint gestoppt. Seit Anfang August ist der Euro durchgängig weniger als 1,50 Dollar wert. Diese Entwicklung dürfte noch weitergehen, erwartet Alexander Ruddies. „Der US-Dollar hat gegenüber dem Euro noch Aufwertungspotenzial“, sagt der Kapitalmarkt-experte bei Feri Rating & Research in Bad Homburg. „Das liegt unter anderem an der konjunkturellen Abschwächung in Europa.“

HAMBURG. Anleger können von der Entwicklung mit Rentenfonds profitieren, die auf in US-Dollar notierte Anleihen setzen. In den vergangenen zwölf Monaten machten deutsche Anleger allerdings mit diesen Produkten im Durchschnitt mehr als acht Prozent Verlust (Tabelle). Denn zwischen August 2007 und Juli 2008 büßte die US-Devise knapp ein Fünftel ihres Wertes ein.

Eine positive Rendite verzeichnen auf Jahressicht nur zwei Fonds, deren Portfolios währungsgesichert sind. „Das Währungsrisiko wird flexibel gemanagt“, erklärt Andrew Gordon, Manager des zweitplatzierten BGF Global Government Bond Fund von Blackrock. „Im Dollarblock sind wir insgesamt neutral engagiert, wobei die Übergewichtung Australiens und Neuseelands durch die Untergewichtung der USA und Kanadas ausgeglichen wird“. Mindestens 70 Prozent des Fondsvermögens sind weltweit in Staatsanleihen mit erstklassiger Schuldnerbonität investiert.

Gerade einmal 2,3 Prozent beträgt der Anteil der Staatsanleihen im Portfolio von Scott Richard. Der Manager des Morgan Stanley US Bond Fund richtet seine Anlageentscheidungen vor allem nach Marktprognosen. „Das Portfoliomanagement wird durch Analystenteams unterstützt, die sich auf Zins-, Kredit- und Hypothekenmärkte konzentrieren“, sagt er. Aktuell investiert Richard mehr als die Hälfte des Fonds in Hypothekentitel, Unternehmensanleihen kommen auf mehr als ein Viertel des Portfolios.

Mit diesem vergleichsweise riskanten Mix unterbot der auf Platz 84 von 87 liegende Fonds den Durchschnitt seiner Vergleichsgruppe um mehr als zwölf Prozentpunkte.

Noch schlechter lief es für Jon Jonsson und Duane Huff, Manager des JPM Global Bond USD. Weniger als ein Drittel des Portfolios ist in Anleihen von Emittenten mit der besten Bonitätsnote AAA anlegt. Anlagen in Unternehmensanleihen kommen auf 30 Prozent.

Für die beiden Produkte am unteren Ende der Rangliste hat Andreas Köchling wenig übrig. „Wir bewerten die Fonds mit unserer schlechtesten Gesamtnote E“, sagt der Fondsexperte bei Feri. So sei die Performance in der Gegenüberstellung mit Konkurrenzprodukten sehr niedrig, beide Fonds wiesen zudem ein hohes Risiko auf. „In der Risikobewertung bekommen sie jeweils nur einen von 100 möglichen Punkten“, sagt Köchling.

Autor: C. Hilmes, Das Investment

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