Zwölf-Monats-Vergleich
Dollarschwäche belastet Biotech-Fonds

Sicherheit kostet Rendite – für Anleger, die in Biotech-Fonds investieren, scheint diese Regel außer Kraft gesetzt. Die meisten Unternehmen des Sektors stammen aus den USA, daher gibt es angesichts des seit Jahren schwachen Dollars ein erhebliches Währungsrisiko. Fondsmanager, die dieses Risiko absichern, verbessern ihre Performancechancen enorm.

HAMBURG. Aus Sicht der vergangenen zwölf Monate finden sich unter den zehn besten auf Gesundheitsaktien spezialisierten Fonds sieben, die mit dem Kürzel EUR auch optisch auf die Währungssicherung hinweisen (siehe Tabelle). Das beste Ergebnis mit einem Zuwachs von 6,38 Prozent erzielte dabei einmal mehr der Klassiker Pictet Biotech. Dessen ungesicherte Variante verlor dagegen 7,12 Prozent an Wert.

Mit dem Janus Global Life Sciences EUR schaffte es lediglich ein weiterer Fonds, auf Sicht von zwölf Monaten ein positives Ergebnis zu erzielen. Janus-Manager Andrew R. Acker investiert weniger als 30 Prozent des Fonds im Bereich Biotechnologie. Knapp ein Drittel des Portfolios verteilt sich auf Unternehmen, die Medikamente herstellen. „Die Schwäche der Pharmazieunternehmen belastete unseren Fonds in der jüngsten Vergangenheit“, erklärt Acker.

Mit etwa 70 Prozent ist der Fonds der US-Gesellschaft Janus relativ gering an den US-Börsen engagiert. Jeweils knapp ein Zehntel des Portfolios entfällt auf Titel aus Deutschland und der Schweiz. Unter den fünf größten seiner insgesamt rund 60 Positionen befinden sich zum Beispiel die Aktien von Roche, Merck und Bayer.

Nicole Papassawas, Managerin des Allianz-Dit Biotechnologie, investiert dagegen weniger als drei Prozent des Fonds in Deutschland und der Schweiz. Stattdessen setzt sie beinahe ausschließlich auf Amerikas Börsenschwergewichte aus der Biotech-Branche. Mit ihrem Fonds rangiert sie auf Platz neun der Renditerangliste. „Der US-Gesundheitsbehörde FDA liegen innovative Pharmaka zur Prüfung vor, von denen einige in näherer Zukunft die Zulassung erhalten könnten“, begründet Papassawas ihren US-Optimismus.

„Biotechnologie ist eine tolle Investmentgeschichte“, meint auch Tim Geisler vom Fonds-Zentrum Nürnberg. Allerdings seien diese Brancheninvestments nur als Beimischung des Portfolios zu empfehlen. „Unser Motto lautet: Wenn Beimischung, dann fokussiert“, so der Investmentberater. Daher bevorzugt Geisler einen reinen Biotechnologie-Fonds wie den Pictet Biotech und den Allianz-Dit Biotechnologie gegenüber dem Janus-Fonds, der auf verschiedene Bereiche der Gesundheitswirtschaft setzt.

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