Zwölf-Monats-Vergleich
Europas Rentenfonds halten das Plus

Rentenfonds in europäischen Währungen bieten trotz steigender Kurse eine stabile Rendite. Auf Jahressicht ist ein Zuwachs von drei Prozent aber schon das Höchste der Gefühle. Das ist zwar nicht viel mehr als manches Tagesgeldkonto bietet, sieben der zehn größten in Deutschland zum Vertrieb zugelassenen Fonds gelang aber nicht einmal das.

Rentenfonds in europäischen Währungen bieten trotz steigender Kurse und den damit sinkenden Renditen eine stabile Rendite. Denn die Vermögensverwalter setzen jetzt auf festverzinsliche Papiere mit lange Fristen. Während der Zins der zweijährigen Anleihen im Januar um durchschnittlich 22 Prozentpunkte fiel, zahlten die 10- bis 30-jährigen Papiere rund 34 Prozentpunkte mehr aus als noch im Vormonat. Im Februar verringerte sich die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen wiederum leicht, was bei den bereits laufenden Titeln zu Kursgewinnen führte.

Die höchste Jahresperformance legte der Allianz-Pimco-Europazins-Fonds hin: knapp drei Prozent in zwölf Monaten (siehe Tabelle). Das ist zwar nicht viel mehr als manches Tagesgeldkonto bietet, aber immerhin kein Verlust. Denn sieben der zehn größten in Deutschland zum Vertrieb zugelassenen Rentenfonds auf europäische Währungen verloren auf Jahressicht. Und der Vergleichsindex, der Citigroup-Europe-Government-Bonds schaffte auch nur ein Plus von knapp 3,5 Prozent.

"Die führenden Notenbanken nahmen ihre Leitzinsen deutlich zurück, was die Renditen ebenfalls unter Druck setzte", sagt Ulrich Katz, Fondsmanager des Allianz-Pimco-Europazins. "Die Renditeaufschläge bei forderungsbesicherten Anleihen sowie Schwellenland- und Unternehmensanleihen sind gestiegen." Der Experte setzt überwiegend auf Staatsanleihen, mischt aber auch Pfandbrife, kurzlaufende Unternehmensanleihen und Asset Backed Securities (ABS) dem Portfolio bei. "Wir erwarten, dass die Höhe der Inflation in Europa im Jahr 2009 eher unproblematisch ist und in Anbetracht der schlechten wirtschaftlichen lage und der hohen Arbeitslosenzahlen könnte die Zentralbank die Leitzinsen weiter senken", sagt Katz.

Beherrschendes Thema sind auch weiterhin die zunehmenden Renditeunterschiede innerhalb der Eurozone. Besonders für österreichische und irische Staatsanleihen erhöhten sich im Februar die Risikoprämien. Und auch die osteuropäischen Länder bergen höhere Ausfallrisiken als noch vor wenigen Monaten. Der Fondsmanager des Uni-Europa-Renta schließt die Regionen jedoch nicht aus und mischt Anleihen aus Großbritannien, Schweden, Polen und Ungarn seinem Portfolio bei. "Dabei sind jedoch vor allem die Währungsrisiken zu beachten", warnt Dmitri Barinov von Union Investment.

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