Zwölf-Monats-Vergleich
Fondsmanager nutzen bei Dachfonds ihre Freiheiten

Dachfonds, die überwiegend in Aktienfonds anlegen, erzielten in den vergangenen zwölf Monaten eher mageres Ergebnis. Zweistellig zulegen konnten lediglich zwei Fonds. Ausschlaggebend ist der Anlageschwerpunkt.

HAMBURG. Dachfonds, die überwiegend in Aktienfonds anlegen, erzielten in den vergangenen zwölf Monaten mit einem durchschnittlichen Zuwachs von 4,17 Prozent ein eher mageres Ergebnis. Zweistellig zulegen konnten lediglich der bei der DWS aufgelegte Fonds RAM Dynamisch und der Top Ten Classic von Oppenheim Pramerica (siehe Tabelle).

"Der RAM Dynamisch schnitt unter anderem wegen seiner Engagements in Fonds mit Fokus auf Schweizer Nebenwerten und europäischen Micro-Caps sehr gut ab", begründet Fondsberater Leo Willert von der österreichischen Investmentgesellschaft C-Quadrat das gute Ergebnis. Bei seinen Anlageentscheidungen vertraut Willert auf ein Handelsprogramm, das von der C-Quadrat-Tochter Arts Asset Management entwickelt wurde. "Anhand dieses Trendfolgemodells wird die Zusammensetzung des Portfolios wöchentlich überprüft, dabei steht das Erwirtschaften einer absoluten Rendite und nicht das Schlagen eines Vergleichsindexes im Vordergrund", erläutert er.

Wie hoch der Aktienanteil im einzelnen ausfällt, hängt von der Entwicklung des MSCI Welt ab: "Steigt der Index, erhöhen wir die Gewichtung des Aktienanteils, andernfalls fahren wir die Quote zurück", so der Fondsberater. Folgerichtig reduzierte er im Zuge der jüngsten Kursturbulenzen Ende Februar die Aktienquote deutlich von 100 auf 50 Prozent, um sie nach der anschließenden Erholung wieder auf 75 Prozent aufzustocken.

Noch drastischer reagierte Max Zellhuber. Der Berater des Top Ten Classic fuhr die Aktienquote zunächst komplett auf Null herunter, ist mittlerweile aber bereits wieder mit 70 Prozent des Portfolios in Aktienfonds investiert. Im Gegensatz zu Willert verlässt sich Zellhuber bei der Fondssteuerung nicht ausschließlich auf Computersignale. "Wir setzen zwar auch ein Prognosemodell ein, ergänzen es aber um einen technisch orientierten Ansatz", sagt er.

Hinsichtlich der regionalen Schwerpunkte unterscheiden sich beide Fonds derzeit deutlich voneinander. Während der Top Ten Classic rund 50 Prozent in europäischen Zielfonds wie dem European Strategic Value von JP Morgan hält, liegt die Quote beim RAM Dynamisch bei über 65 Prozent. Zudem sind dort überwiegend Länderfonds wie der DWS Zürich Invest Aktien Deutschland oder der Schroder Swiss Small & Mid Cap Equity vertreten. Unterschiedlich aufgestellt sind die Fonds auch außerhalb Europas: So hält Willert gut 15 Prozent des Portfolios in Zielfonds, die in die Bereiche Gesundheitswesen, Konsumwerte und Versorger investieren. Zellhuber gewichtet dagegen Asien und Lateinamerika mit gut 30 Prozent. US-Aktien spielen in beiden Portfolios nur eine Nebenrolle.

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