Zwölf-Monats-Vergleich
Fondsmanager setzen auf steigende Rohstoffpreise

Mit dem DWS Zukunftsressourcen hat Deutschlands größte Fondsgesellschaft einen echten Verkaufshit lanciert. Erst im Februar vergangenen Jahres aufgelegt, gehört er laut einer aktuellen Auswertung von Feri Rating & Research mit einem Volumen von 705 Mill. Euro bereits zu den zehn volumenstärksten Branchenfonds auf dem deutschen Markt. Punkten kann er mit einem Mix aus Wasser, erneuerbaren Energien und Agrochemie.

HAMBURG. Auch die Wertentwicklung kann sich durchaus sehen lassen: So belegt der Fonds mit einem Plus von 14,74 Prozent Rang 77 von 465 Fonds (Tabelle). "Wir investieren ausschließlich in die Bereiche Wasser, erneuerbare Energien und Agrochemie", fasst Fondsmanager Nicolas Huber zusammen, der die drei Sektoren im Schnitt mit jeweils rund einem Drittel gewichtet. Von dieser Ausrichtung weicht er je nach Marktlage um bis zu zehn Prozentpunkte ab: "Aktuell bevorzugen wir Wasserwerte, deren Anteil am Portfolio bei rund 40 Prozent liegt", sagt der DWS-Manager.

Die Gewichtung der drei großen Anlagesegmente macht Huber auch von der Großwetterlage an den weltweiten Aktienmärkten abhängig. "Laufen die Aktienmärkte weltweit heiß, fahren wir den Anteil der Wasserwerte hoch, da sie defensiver ausgerichtet sind als beispielsweise der Bereich Erneuerbare Energien", sagt er. Den letztgenannten Sektor gewichtet er ebenso wie das Agrochemie-Segment momentan mit jeweils rund 28 Prozent. Innerhalb des Agrarsektors hält er derzeit besonders Maschinenhersteller und Saatguthersteller wie John Deere für aussichtsreich: "Die Bauern profitieren vom Anstieg der Rohstoffpreise und haben mehr Kapazitäten für Investitionen."

Evy Hambro sieht ebenfalls gute Chancen für einen weiteren Anstieg der Rohstoffpreise. "Vieles spricht für einen Superzyklus mit lang andauernden Preissteigerungen, wie er für große strukturelle Veränderungen der Weltwirtschaft typisch ist", erläutert der Manager des MLIIF World Mining von Blackrock und verweist auf das starke Wachstum in Indien und China. Mit einem Volumen von rund 5,5 Mrd. Euro verwaltet Hambro den derzeit mit Abstand größten Branchenfonds mit deutscher Vertriebszulassung, der zudem mit einem Wertzuwachs von 22,68 Prozent das beste Zwölf-Monats-Ergebnis der zehn Volumenschwergewichte erzielte.

Mit der Einschätzung der beiden Fondsmanager zur Entwicklung der Rohstoffpreise erschöpfen sich die Gemeinsamkeiten des DWS Zukunftsressourcen und des MLIIF World Mining bereits. "Beide Fonds decken vollkommen unterschiedliche Bereiche ab; Überschneidungen gibt es daher kaum", sagt Jens Herdack. Der Fondsanalyst der Berliner Weberbank hält die Anlagesegmente beider Fonds durchweg für aussichtsreich. "Als Beimischung im Depot eignen sich beide gleichermaßen", ergänzt er.

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