Zwölf-Monats-Vergleich
Fondsmanager setzen große Erwartungen in den Dax

Auf längere Sicht trauen Fondsmanager von DWS, Deka und Union dem deutschen Leitindex Dax noch einiges zu - selbst einen Anstieg auf bis zu 9 000 Punkte. Wie sie davon profitieren? Ein Überblick über die besten deutschen Aktienfonds der vergangenen zwölf Monate.

HAMBURG. Trudbert Merkel traut dem deutschen Leitindex Dax auf Sicht von zwölf Monaten noch einiges zu. "Wir halten einen Anstieg auf bis zu 9 000 Punkte durchaus für möglich", sagt der Manager des rund 4,8 Mrd. Euro schweren Dekafonds.

Trotz dieser optimistischen Prognose gibt Merkel sich für die kommenden Wochen zunächst vorsichtig. "Wir erwarten zum Jahresende eher eine Seitwärtsbewegung, da derzeit schwer einschätzbar ist, inwieweit die Entwicklung der US-Konjunktur die Märkte belastet", so der Deka-Manager, der in den vergangenen zwölf Monaten mit einem Plus von 32,22 Prozent das zweitbeste Ergebnis unter den größten Deutschlandfonds erzielte. Auch den Gesamtvergleich dieser Kategorie braucht der 1956 aufgelegte Klassiker nicht zu scheuen: So belegt der Dekafonds derzeit unter 95 bei Feri Rating & Research gelisteten Angeboten Rang neun.

Er sei mit der Übergewichtung von zyklischen Werten sehr gut gefahren, kommentiert Merkel diesen Erfolg. An der Ausrichtung auf derartige Aktien will er vorerst auch festhalten und defensive Titel weiter untergewichten. Lediglich bei den Nebenwerten hat sich der Deka-Manager in den vergangenen Wochen etwas vorsichtiger positioniert und die Quote auf zehn Prozent reduziert.

Einen Anteil von rund 40 Prozent haben Aktien aus der zweiten Reihe dagegen beim DWS Aktien Strategie Deutschland, der mit einem Plus von 33,63 Prozent das beste Ergebnis unter den volumenstärksten Deutschlandfonds erzielte. Nebenwerte wie Solarworld und Nordex hätten vor allem zu diesem Ergebnis beigetragen, erläutert Fondsmanager Henning Gebhardt, der wie Merkel auch von der guten Entwicklung der Autohersteller Daimler-Chrysler und Volkswagen profitierte. Das aktuelle Marktumfeld beurteilt Gebhardt ähnlich wie Merkel. "Die Saat für ein günstiges Börsenumfeld ist zwar gelegt, aber die Berichtssaison ist derzeit noch uneinheitlich", sagt der DWS-Manager. Dem Dax traut er im kommenden Jahr einen Anstieg auf 8 500 Punkte zu.

Diese Marke hält auch Union-Investment-Manager Hans-Joachim König für realistisch. Er war in den vergangenen zwölf Monaten unter anderem mit dem Einsatz von Derivaten erfolgreich und erwirtschaftete mit dem Unifonds unter den Volumen-Schwergewichten das drittbeste Ergebnis. Auf Branchenebene setzt König derzeit einen Schwerpunkt auf Finanzwerte, die 27 Prozent des Unifonds ausmachen. Ähnlich auch die Gewichtung beim Dekafonds. DWS-Manager Gebhardt gewichtet diese Titel in seinem Fonds dagegen nur mit zwölf Prozent. Er wartet, bis die Titel noch billiger sind.

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