Zwölf-Monats-Vergleich
Goldindexfonds legt glänzenden Start hin

Der Market Access Amex Gold Bugs Index Fund aus dem Hause ABN Amro belegt mit einer Wertentwicklung von 13,30 Prozent für die vergangenen zwölf Monate unter 15 Goldminenfonds den zweiten Platz. Nur ein anderer Fonds kann den ihn im Jahresvergleich schlagen. Fondsmanager sehen erhebliches Potenzial bei Goldminenaktien.

HAMBURG. Der börsengehandelte Indexfonds (kurz ETF) bildet den Amex Gold Bugs Index nach, abzüglich einer jährlichen Verwaltungsvergütung von 0,7 Prozent. Er besteht aus 15 internationalen Goldminenbetreibern, die ihre Goldverkäufe für höchstens 18 Monate absichern.

Der Anfang 2007 aufgelegte Fonds ist nicht das erste ABN-Amro-Produkt, das diesen Index verbrieft. Bereits Mitte 2001 emittierten die Niederländer ein Indexzertifikat. „Das wurde so stark nachgefragt, dass wir uns entschlossen, einen ETF nachzulegen“, berichtet Önder Ciftci, der den Vertrieb für strukturierte Produkte leitet. Viele Kunden würden das Emittentenrisiko eines Zertifikats ablehnen, das ein ETF als Sondervermögen aber nicht mitbringt.

Der einzige Fonds, der den ETF im Jahresvergleich schlagen konnte, ist der BGF World Gold von Blackrock. Dessen Manager Graham Birch und Evy Hambro sind zwar mit einer jährlichen Managementgebühr von 1,75 Prozent deutlich teurer als der ETF, liegen aber dennoch mit mehr als acht Prozentpunkten vorne. Der Mehrertrag geht unter anderem auf Beimischungen von Platin-, Silber- und Diamantenminen zurück, die zusammen rund ein Viertel des Fondsvermögens ausmachen. Mit dem Amex Gold Bugs Index haben die Briten dagegen offenbar wenig zu tun. Zwar lehnen sie Auskünfte zur derzeitigen Schnittmenge von Index und Portfolio ab. Doch in der aktuellsten offiziellen Vermögensaufstellung vom 31. August 2007 machten die Gold-Bugs-Mitglieder nicht einmal ein Drittel des Fondsvermögens aus.

Auch für den Goldsektor geben sich die beiden Manager optimistisch. „Goldminenaktien sind fällig für eine Rally“, sagt Birch. „Die Aktien sind gemessen am Goldpreis weit unter ihren fairen Wert gefallen.“ Das aktuelle Niveau sei vergleichbar mit Mai 2006, als Gold 170 Dollar pro Unze weniger kostete als die aktuellen 860 Dollar.

Zudem erwartet Birch einen weiter steigenden Goldpreis. „Die Analysten des Weltmarktführers Barrick Gold schätzen, dass die Goldförderung in den kommenden fünf Jahren um zehn bis 15 Prozent sinken wird“, erklärt er. Das liege vor allem daran, dass in den vergangenen Jahren zu wenig neue Goldvorkommen entdeckt wurden. Im vergangenen Jahr habe die Industrie rund 80 Mill. Unzen Gold gefördert, aber nur 15 Mill. Unzen neu entdeckt, so Birch. Diesen Trend könne nur ein nachhaltig über 1 000 Dollar steigender Goldpreis umkehren.

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