Zwölf-Monats-Vergleich
Goldprofis rechnen mit steigenden Preisen

Die Entwicklung des Goldpreises glich in den vergangenen Wochen einer Achterbahnfahrt. Insgesamt zeigen sich die die Manager von Fonds mit Schwerpunkt Goldminenaktien aber zuversichtlich. Ein Überblick über die besten Fonds der vergangenen zwölf Monate.

HAMBURG. Nachdem der Goldpreis zum Jahreswechsel noch bei rund 800 Dollar je Feinunze (31 Gramm) lag, setzte er zum Höhenflug an und kratzte vor ein paar Wochen an der Marke von 1 000 Dollar. Seitdem fiel die Notierungen jedoch wieder und pendelt derzeit bei 900 Dollar.

Nach Einschätzung von Alfred Grusch werden derart starke Schwankungen künftig eher noch zunehmen. "Sie gehen zum größten Teil auf Futures-Kontrakte zurück, deren Volumen stark gestiegen ist und noch weiter zulegen wird", erläutert der Manager des Pioneer Funds Austria Gold Stock. Mit einem Zwölf-Monats-Plus von 9,68 Prozent belegt der bereits 1985 aufgelegte Fonds Rang sechs von 14 Angeboten mit Schwerpunkt auf Goldminenaktien (siehe Tabelle).

Mit diesem Ergebnis zeigt sich Grusch jedoch nur bedingt zufrieden. "Es gibt derzeit viele attraktive Explorationsfirmen aus der zweiten Reihe, die trotz hervorragender Perspektiven abgestraft wurden", sagt er. Probleme für dieses Segment sieht er zudem im Zuge der nach wie vor andauernden Finanzkrise. "Es dürfte in den kommenden Monaten für viele dieser Firmen schwierig sein, ihre Projekte zu starten, da die Banken bei der Finanzierung derzeit sehr zurückhaltend sind", sagt er.

Insgesamt zeigt sich der von Wien aus agierende Fondsmanager jedoch zuversichtlich: "Der Aufwärtstrend des Goldpreises ist trotz des jüngsten Einbruchs auf längere Sicht intakt", sagt Grusch. Vorerst geht er jedoch von einer Seitwärtsentwicklung des Goldpreises um die Marke von 950 Dollar aus. "Die weltweite Schmucknachfrage dürfte angesichts des von den USA ausgehenden Konjunkturrückgangs zunächst weiter rückläufig bleiben", sagt er und verweist auf den Anteil der Schmuckindustrie von rund 60 Prozent an der weltweiten Goldnachfrage.

Abgeschwächt wird dieser Negativeffekt Grusch zufolge jedoch von der steigenden Nachfrage auf Investoren- und Industrieseite sowie von einer leicht sinkenden Minenproduktion.

Auch Blackrock-Manager Evy Hambro erwartet kurzfristig eine rückläufige Schmucknachfrage. Positiv gibt sich der Manager des auf Rang eins liegenden MLIIF World Gold Fund dennoch, da er im Gegensatz zu Grusch von einer deutlich sinkenden Goldproduktion ausgeht: "Für die kommenden fünf Jahre wird in der Branche mit einem Rückgang um bis zu 15 Prozent gerechnet", sagt er. Das größte Potenzial am Markt sieht der Blackrock-Manager in Minengesellschaften, die in China, Russland und Lateinamerika aktiv sind. "Diese Märkte sind jedoch nicht ohne Risiko, weshalb wir die Investments über rund 50 Unternehmen streuen", betont er.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%