Zwölf-Monats-Vergleich
Hedge-Fonds polieren Ergebnis von Sauren auf

Hedge-Fonds, hier zu Lande noch nie sonderlich gut beleumundet, haben in den Wochen der US-Immobilienkrise bei deutschen Anlegern weiter an Ansehen verloren. Zu unkalkulierbar scheinen die Risiken, die manche Manager eingehen, zu hoch die Verluste, die im Extremfall möglich sind. Dennoch hat diese Produktgattung auch ihre Vorteile.

HAMBURG. Eckhard Sauren wird nicht müde, die Vorzüge von Hedge-Fonds zu loben. "Die Integration von gut gemanagten Hedge-Fonds stellt eine sinnvolle Möglichkeit zur Diversifizierung eines Wertpapierportfolios dar", sagt der Kölner Dachfonds-Pionier.

Den Beweis tritt Sauren nicht nur mit seinen eigenen Hedge-Fonds an, sondern auch mit dem für eher konservative Anleger aufgelegten Dachfonds Sauren Global Defensiv. Dort trug die knapp zehnprozentige Beimischung von Hedge-Fonds dazu bei, dass Anteilsinhaber sich in den vergangenen zwölf Monaten über ein Plus von 6,15 Prozent freuen konnten. Ein besseres Ergebnis in der Vergleichsgruppe erzielte nur der Franklin Templeton Strategic Income (Tabelle). Als Beispiel für die ebenso stabilisierende wie performancesteigernde Wirkung von Hedge-Fonds nennt Sauren den auf Nebenwerte spezialisierten Ratio European von Jonathan Sharpe und Ralph Jainz. "Dessen Anteilspreis stieg im Vergleichszeitraum um mehr als 13 Prozent, bei einem maximalen Verlust von nur einem Prozent", sagt der Dachfondsmanager, der die beiden Fondslenker noch von ihren früheren Arbeitgebern Gartmore und Cazenove her kennt.

Ein weiterer Aktivposten im Sauren Global Defensiv war der rund 45-prozentige Anteil an Immobilienfonds. Auch in diesem Bereich legt Sauren großen Wert auf einen möglichst engen Kontakt zu den handelnden Personen. Wenig hält er dagegen von Versuchen, das Auf und Ab der Kurse durch entsprechende Käufe und Verkäufe vorwegnehmen zu wollen. Sauren: "Die Entwicklung der vergangenen Monate hat einmal mehr gezeigt, dass Markttiming nicht funktioniert."

Beim Spitzenreiter Franklin Templeton Strategic Income nahm Fondsmanager Tony Coffey im Zuge der Immobilienkrise ebenfalls keine größeren Veränderungen an seinem sehr konzentrierten Portfolio vor. Die größten fünf, ausschließlich auf festverzinsliche Wertpapiere setzenden Zielfonds kommen zusammen auf einen Anteil von 73 Prozent. Obwohl auch Coffey die Möglichkeit hat, Hedge-Fonds-ähnliche Produkte beizumischen, macht er davon momentan keinen Gebrauch. Anders als Sauren darf er in diesem Bereich ausschließlich auf hauseigene Produkte zurückgreifen, während die Anlagebedingungen im traditionellen Investmentbereich eine Fremdfonds-Quote von 25 Prozent erlauben.

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