Zwölf-Monats-Vergleich
Internationale Aktien bescheren Verluste

Nur ein einziger der weltweit investierenden Aktienfonds erreichte in der Feri-Jahresabrechnung 2008 eine positive Wertentwicklung. Der Alpha-Centauri-Strategiefonds von Universal Investment bescherte seinen Anteilseignern in den vergangenen zwölf Monaten rund drei Prozent Rendite. Die Vermögensverwalter schaffen positive Rendite nur mit Leerverkäufen.

FRANKFURT. Das ist zwar weniger als ein Investor derzeit risikolos von einer Tagesgeldanlage erwarten kann. Doch 2008 ist für die Fondsbranche auch das bescheidene Plus im Portfolio der große Ausnahmefall. Durchschnittlich verloren alle 529 von Feri Eurorating beobachteten internationalen Aktienfonds im Jahr 2008 rund 40 Prozent an Wert. Der Vergleichsindex MSCI-World sank im gleichen Zeitraum um knapp 37 Prozent.

"Der Alpha-Centauri-Fonds nutzt seine Anlagemöglichkeiten voll aus", sagt der Feri-Fondsexperte Andre Härtel. Auch er konnte bis dato nur wenige Informationen über den erst im Januar 2006 aufgelegten und von Volker Schardin gemanagten Fonds sammeln.

Zwar zählt Feri den Alpha-Centauri noch zu den weltweiten Aktienfonds. Andre Härtel könnte diese Einordnung jedoch künftig revidieren: "Der Fonds hat ein starkes Übergewicht in den Ländern Deutschland und Amerika und ist hier insbesondere auch im Mid-Cap-Bereich investiert. Darüber hinaus macht der Liquiditätsanteil über zehn Prozent des Portfolios aus", sagt Härtel. Laut Halbjahresbericht 2008 hält der Fonds auch rund fünf Prozent Verkaufsoptionen auf nordamerikanische Aktien in seinem Portfolio. Inklusive der liquiden Mittel waren im Juni 2008 damit 18 Prozent des Fondsvermögens nicht an den internationalen Aktienmärkten investiert. "Der Liquiditätsaufbau und der Derivateeinsatz sollten auch die Gründe sein, warum der Fonds besser abgeschnitten hat als alle anderen Produkte ", sagt Härtel. Die Shortpositionen auf den S&P 500 und den Dax liefen zwar zum September 2008 aus. Doch die Vermutung liegt nahe, dass diese in das Jahr 2009 hinein verlängert wurden. "Auch sollte die Kapitalanlagegesellschaft den Derivateanteil im Detail gesondert ausweisen", kritisiert Härtel. "Dies könnte aus Transparenzgründen gegenüber Dritten verbessert werden."

Aktuell machen die Aktien der Norddeutschen Affinerie, des belgischen Einzelhändlers Colruyt und vom Gleisbauer Vossloh mit insgesamt 17 Prozent einen Großteil des Fondskorbs aus. Manager Volker Schardin setzt zu Beginn des neuen Jahres verstärkt auf Industrie- und Handelsunternehmen. Energieaktien zum Beispiel gewichtet er aktuell mit nur 1,7 Prozent Anteil am Fondsvermögen deutlich unter.

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