Zwölf-Monats-Vergleich
Japanische Nebenwerte weiter kräftig unter Druck

Die beiden Parvest-Fonds Japan Small Cap Hedged und Japan Mid Cap Hedged, beide aus der Kategorie "Aktien Japan Nebenwerte", lieferten sich in der Vergangenheit häufig ein Kopf-an-Kopf-Rennen. So auch im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich. Damit ist es jedoch bald vorbei.

HAMBURG. Am 25. Oktober überträgt die französische Fondsgesellschaft BNP Paribas Asset Management das Vermögen des Mid-Cap-Fonds auf den Standardwertefonds Parvest Japan. Zuletzt lag der Parvest Small Cap Hedged auf Rang drei; das Minus von 6,44 Prozent basiert unter anderem auf dem starken Einbruch im August, als der Fonds in Folge der US-Hypothekenkrise 10,57 Prozent abrutschte. "Auch in Japan gerieten kleinkapitalisierte Unternehmen stärker unter Druck als Unternehmen mit höherem Börsenwert", sagt Parvest-Manager Shunshuke Matsushima. Deshalb hat er in den vergangenen Wochen die Aktien mittelgroßer Gesellschaften aufgestockt und beispielsweise den Elektrogerätehersteller Yaskwas Electric und das IT-Unternehmen Hitachi Systems Services gekauft.

Trotz der Verluste ist Matsushima für das Segment optimistisch. "Die Wahl von Yasuo Fukuda zum neuen Präsidenten der Regierungspartei LDP und damit auch zum Ministerpräsidenten dürfte sich positiv auf den japanischen Aktienmarkt auswirken", sagt er. Darüber hinaus rechnet Matsuhima in den kommenden Monaten mit verbesserten konjunkturellen Rahmenbedingungen, die den von ihm bevorzugten Titeln mit günstigem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) Rückenwind geben sollen.

Eine ähnliche Strategie verfolgt Hideo Shiozumi mit dem auf Rang sieben liegenden Legg Mason Japan Small Cap. Die Rahmenbedingungen für den Fonds seien vorteilhaft. "Gerade die kleinen Unternehmen sind derzeit mit einem KGV von durchschnittlich 16,5 so günstig zu haben wie zuletzt 2003", sagt Shiozumi.

Generell bevorzugt der Gründer der Tokioter Vermögensverwaltung Shiozumi Asset Management Unternehmen mit einem zu erwartenden Gewinnwachstum von mindestens 20 Prozent. In den Fokus stellt er Geschäftsfelder, die von der heimischen Nachfrage profitieren. Er setzt weniger auf Zykliker, Stahl- oder Minengesellschaften.

Wie Matsushima sieht auch Shiozumi gute Chancen, dass sein Fonds schnell wieder in den Plusbereich gelangt: "Wir werten die heftigen Kursbewegungen als mögliches Indiz dafür, dass die Marktteilnehmer wieder verstärkt auf Nebenwerte setzen", sagt er. Für dieses Segment spreche zudem, dass eine weitere Aufwertung des japanischen Yens vor allem exportorientierte Großunternehmen belasten werde und Investoren dann nach Anlagealternativen aus der zweiten Reihe suchten.

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