Zwölf-Monats-Vergleich
Klassiker Deka-Fonds findet alte Stärke wieder

Mit einem Volumen von 4,4 Mrd. Euro ist der bereits 1956 aufgelegte Deka-Fonds der Sparkassen ein echter Klassiker auf dem deutschen Investmentmarkt - und ein erfolgreicher dazu. Das war nicht immer so

HAMBURG. Im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich von 78 auf deutsche Aktien spezialisierten Aktienfonds belegt der Deka-Fonds mit einem Wertzuwachs von 27,12 Prozent Rang vier (Tabelle). Das war nicht immer so. Bis Anfang 2006 schwächelte auch der älteste Fonds der Deka nach einer gescheiterten Reform der Managementstruktur. Heute ist Deka-Manager Trudbert Merkel wieder für den gesamten Investmentprozess verantwortlich, was den Ergebnissen sichtlich zugute kommt. "Das aktuell sehr gute Abschneiden verdankt der Fonds unter anderem der Untergewichtung im Versorgersektor", sagt er.

Mit einem fast identischen Ergebnis führte Merkel auch den Frankfurter Sparinvest Deka unter die Top Ten seiner Vergleichsgruppe. Dessen Strategie unterscheidet sich kaum von der des milliardenschweren Schwesterfonds. "Angesichts des hohen Volumens können wir mit dem Deka-Fonds nicht so flexibel in kleinere Nebenwerte investieren wie mit dem Frankfurter Sparinvest Deka", erläutert Merkel den wesentlichen Unterschied. Im Durchschnitt investiert er jeweils zehn bis 15 Prozent des Portfolios in Aktien kleinerer Unternehmen.

Weitaus stärker gewichtet Merkel dagegen Dividendentitel. So sind neun der zehn größten Aktien im Deka-Fonds auch im DivDax Ex von Indexchange vertreten. Dieser börsengehandelte Indexfonds bündelt die 15 dividendenstärksten Aktien im deutschen Leitindex Dax und erzielte mit dieser Strategie das beste Ergebnis seiner Vergleichsgruppe.

Trotz der zuletzt sehr guten Entwicklung der Div-Dax-Werte sieht Merkel keine Notwendigkeit, diese Titel noch höher zu gewichten. "Dividendenaktien spielen ihre Vorteile vor allem in unruhigen Börsenzeiten aus", sagt der Deka-Manager. Für ein solches Szenario seien angesichts der boomenden Konjunktur jedoch keine Anzeichen erkennbar. Entsprechend zuversichtlich gibt sich der Deka-Manager für die kommenden zwölf Monate. "Insbesondere die Bereiche Konsum und Exportwirtschaft profitieren vom starken Wirtschaftswachstum; zudem bietet der Versicherungssektor dank günstiger Bewertung hohes Potenzial", sagt Merkel. Anleger, die auf einen weiteren Höhenflug des Dax setzen wollen, sind nach Einschätzung von Werner Hedrich mit dem Deka-Klassiker bestens bedient. "Merkel hat in den vergangenen Jahren zuverlässig ein gutes Gespür für die deutschen Standardwerte gezeigt", erläutert der Research-Leiter der Ratingagentur Morningstar. Damit sei das Deka-Produkt erste Wahl unter den Deutschland-Fonds mit Schwerpunkt Dax-Aktien.

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