Zwölf-Monats-Vergleich
Mischfonds profitieren vom Anstieg am Rentenmarkt

Jede Krise hat ihre Gewinner. „Die Lage am amerikanischen Immobilienmarkt, die schwächelnde US-Wirtschaft und hohe Inflationsraten haben Investoren nach sicheren Häfen suchen lassen“, erklärt Paula McManus, Managerin des ABN Amro Model Fund 1. „Das hat die Kurse von Staatsanleihen nach oben getrieben“.

HAMBURG. Weil ihr Fonds vor allem in diesem Segment investiert war, belegt er im Zwölf-Monats-Vergleich von 101 defensiv aufgestellten Mischfonds mit einem Wertzuwachs von 2,69 Prozent den zweiten Platz (siehe Tabelle).

Obwohl McManus bis zu 15 Prozent des Fondsvermögens in Aktien investieren darf, macht sie davon seit Monaten keinen Gebrauch mehr. „Die Märkte sahen sich zu vielen Widrigkeiten gegenüber“, begründet sie ihre Entscheidung. Zwar sieht McManus mittlerweile wieder Potenzial bei Schwellenländeraktien oder Titeln aus den USA, wartet aber vorerst noch ab.

Das Fondsvermögen ist zu 40 Prozent am Geldmarkt und zu 60 Prozent in Festverzinsliche investiert. Zu den größten fünf Positionen zählen spanische, französische und deutsche Staatsanleihen. Wegen der momentanen Zinsunsicherheit in Europa favorisiert McManus Anleihen mit Laufzeiten von ein bis fünf Jahren.

Im Rentenbereich ähnlich positioniert ist Manfred Skibowski, dessen Fonds AMB Generali Aktiv Mix Ertrag im Vergleichszeitraum nahezu identisch abschnitt. Rund die Hälfte des Fondsvermögens besteht aus kurzlaufenden Papieren. Mit dem Rest setzt Skibowski vor allem auf offene Immobilienfonds wie den Grundbesitz Global der Deutschen Bank, den SEB Immoinvest und den CS Euroreal. Skibowski: „Diese Fonds haben sich in den vergangenen Monaten gut entwickelt und die Performance des Fonds mitgetragen.“ An ihnen hält er deshalb weiter fest; mit Anteilen von 17, 14 und zwölf Prozent sind sie die größten Fonds-Positionen.

Auf Immobilien setzt Skibowski seit September 2007 auch bei Aktieninvestments. Damals nutzte er die Korrektur bei Real Estate Investment Trusts (Reits), um sich mit den Immobilienaktien vorsichtig einzudecken.

„Reits haben sich im Vergleich zu den Aktienmärkten zuletzt deutlich positiver entwickelt und überzeugen mit schönen Dividendenrenditen“. Mittlerweile liegt der Reits-Anteil bei vier Prozent, das meiste Gewicht haben die Unternehmen Unibail Rodamco und IVG. Bei dieser Gewichtung soll es nicht bleiben: Im nächsten Jahr will Skibowski vornehmlich bei deutschen Reits weiter auf Einkaufstour gehen. Denn dann soll die steuerliche Doppelbelastung von Reits-Erträgen hierzulande abgeschafft werden. „Der Ausblick für deutsche Reits ist langfristig sehr positiv“, so Skibowski.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%