Zwölf-Monats-Vergleich
Nebenwertefonds picken Rosinen

Mit einem Wertzuwachs von 22,35 Prozent für die vergangenen zwölf Monate hat der börsennotierte Indexfonds I-Shares MDax (DE) von Barclays Global Deutschland seinen Zweck erfüllt: Bis auf wenige Nachkommastellen haben Käufer den Wertzuwachs des Nebenwerteindexes MDax nachvollzogen. Doch es ging auch besser.

HAMBURG. Gleich fünf Prozentpunkte mehr holte der am MDax orientierte UBS Equity Mid Caps Germany heraus. Damit belegt der von Peter Ott betreute Fonds in der Kategorie "Aktien Deutschland Nebenwerte" den zweiten Platz.

"Wir waren besonders mit Titeln erfolgreich, die nicht im MDax gelistet sind", kommentiert Ott das gute Ergebnis und verweist auf Engagements wie Porsche und den Chip-Hersteller Smartrac. Doch auch viele Wetten auf Titel aus dem MDax gingen auf. "Den Getränkeabfüller Krones haben wir deutlich übergewichtet, ausgezahlt hat sich zudem, dass wir um Titel wie IKB und Gagfah einen Bogen gemacht haben", ergänzt Ott. Aktuell hält er etwa zwei Drittel des Portfolios in MDax-Werten. Bis auf den Hypo Real Estate hat Ott den Rest seines Portfolios mit Aktien aus der dritten Reihe bestückt. Innerhalb dieses Segments hat er zuletzt jedoch einige Positionen reduziert, da er im Zuge einer möglichen Konjunkturabschwächung mit einem eher schwierigen Marktumfeld für diese Titel rechnet.

Diese eher negative Einschätzung lässt Hendrik Leber und Frank Lübberstedt von der Frankfurter Vermögensverwaltung Acatis unberührt. "Wir investieren weiter schwerpunktmäßig in unterhalb von Dax und MDax gelistete Aktien und nutzen die aktuelle Schwäche, um Positionen aufzu-stocken", sagt Lübberstedt, der das Nebenwerteportfolio des Acatis Aktien Deutschland ELM betreut, während Leber die Titelauswahl für die beigemischten Standardwerte trifft. Entsprechend dieser Einschätzung machen Dax-Titel im Acatis-Fonds derzeit nicht auf mehr als 25 Prozent aus.

Der Fokus auf kleine und kleinste Nebenwerte bekam Anlegern in den vergangenen zwölf Monaten allerdings eher schlecht: Mit einem Plus von 15,10 Prozent belegt der Acatis Aktien Deutschland ELM derzeit lediglich Rang 14 und bleibt damit weit hinter dem MDax zu-rück. "Wir halten weniger als ein Prozent des Portfolios in Aktien aus diesem Index", kommentiert Lübberstedt. Er hält viele kleinere deutsche Titel für äußerst erfolgversprechend, auch wenn diese wie das Biotech-Unternehmen Biotest von den Investoren bereits seit längerem gemieden würden. "Vergleichbare Firmen aus Australien und Spanien mit ähnlichen Produkten in der Pipeline sind fünfmal so hoch bewertet", sagt der Acatis-Manager.

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