Zwölf-Monats-Vergleich
Nur ein Technologiefonds schafft Wertzuwachs

Die Aufsteiger der neunziger Jahre befinden sich heute im Abwärtstrend. Aktienfonds, die sich auf die Sektoren Technologie und Informationsverarbeitung konzentrieren, büßten in den vergangenen zwölf Monaten im Durchschnitt fast ein Viertel ihres Wertes ein. Ein Fonds hat sich erfolgreich gegen diesen Trend gewehrt.

HAMBURG. Einziges Positivbeispiel sowohl aus Kurz- als auch Langfristperspektive ist der Growth Opportunities von Vitruvius, einer Tochter der Belgrave Capital Management. Die gegen Währungsverluste abgesicherte Euro-Tranche des Fonds liegt im Vergleichszeitraum einsam im Plus, über drei Jahre erzielte sie sogar einen durchschnittlichen jährlichen Zuwachs von 14,44 Prozent. Das Dollar-Original schaffte 6,43 Prozent.

Beim Portfoliomanagement setzt das Londoner Unternehmen auf Managertalent. "Gute Vermögensverwalter zeigen sich am besten, wenn sie die Möglichkeit zum aktiven Portfoliomanagement haben", erklärt Belgrave-Chef Antonio Lorenzotti. "Das ist erreichbar bei unabhängigen Strukturen mit stark unternehmerischem Charakter und einem hohen Grad an Flexibilität beim Investmentprozess."

Beim Vitruvius-Technologiefonds genießen die Berater der New Yorker Gesellschaft Galleon Management diese Freiheiten. Bei ungünstiger Lage am Aktienmarkt können sie die Aktienquote des Fonds deutlich zurückfahren. Sie investieren dann zum Beispiel in Staatsanleihen, die aktuell knapp zehn Prozent des Fondsvermögens ausmachen. Etwa den gleichen Anteil setzen die Manager auf Verkaufsoptionen für den Technologieindex Nasdaq oder Einzeltitel wie Amazon und Oracle. Diese Positionen ließen den Fonds im Juni von fallenden Kursen profitieren und fingen einen Teil der Verluste des Gesamtmarktes auf.

Mit einem Zwölf-Monats-Minus von 13,10 Prozent ebenfalls über dem Durchschnitt entwickelte sich der Goldman Sachs Global Technology. Dessen Portfolio aus derzeit nur 36 Aktien managen Scott Kolar und Hadi Kabalan von New York aus. In den USA investieren sie rund zwei Drittel des Fondsvolumens. Auf dem zweiten Rang folgen mit Abstand japanische Werte wie Nintendo. Der Anbieter von Unterhaltungselektronik aus Kyoto bestreitet die Hälfte des Japan-Anteils von zehn Prozent.

Sehr international ist die Kundschaft des Fonds. "Wegen der hohen Nachfrage aus der Schweiz haben wir den Fonds ursprünglich nur als Schweizer-Franken-Version aufgelegt", erklärt David Erichlandwehr, Vertriebsmanager für Goldman Sachs in Deutschland. In den vergangenen Jahren sei nur noch wenig Kapital hinzugeflossen.

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