Zwölf-Monats-Vergleich
Offensive Rentenfonds liegen vorn

Anleger von Rentenfonds müssen sich schon seit längerem mit einer schmalen Rendite begnügen. So erwirtschafteten selbst offensiver ausgerichtete Fonds, die auch in europäische Währungen investieren, in den vergangenen zwölf Monaten lediglich einen durchschnittlichen Wertzuwachs von 1,50 Prozent. Deutlich zufriedener dürften sich die Anleger des Uni Euro Aspirant zeigen.

HAMBURG. Fondsmanagerin Barbara Eberhardt gelang es, per Ultimo Juli einen Wertzuwachs von 6,46 Prozent zu erwirtschaften. Mit diesem Ergebnis belegt der viertgrößte auf europäische Währungen ausgerichtete Fonds den ersten Platz unter den zehn Volumen-Schwergewichten seiner Vergleichsgruppe (Tabelle). Auch im Gesamtvergleich aller 70 von Feri Rating & Research analysierten Fonds dieser Kategorie gehört er zu den Spitzenreitern und belegt derzeit Rang fünf.

„Wir haben erfolgreich auf die Entwicklung der Währungen und Rentenmärkte in der Türkei und Ungarn gesetzt“, kommentiert Eberhardt das gute Ergebnis. Im Juli hätten sich diese Positionen allerdings im Zuge der Subprime-Krise weniger gut entwickelt, räumt die Union-Managerin ein: „Wir haben zu früh auf eine Erholung des Marktes gesetzt und diese beiden sowie andere Währungen erst spät gegen Kursverluste abgesichert“, erklärt Eberhardt, die angesichts der jüngsten Entwicklung derzeit vorsichtiger agiert: „Steigt die Risikoaversion der Anleger wie im aktuellen Marktumfeld, sichern wir einige Währungsposition ab, allerdings immer nur kurzzeitig“, sagt Eberhardt, die aktuell etwa die Hälfte des Fondsvermögens in europäischen Währungen hält und mit 58 Prozent des Fondsvermögens in Osteuropa investiert ist.

„Mit dieser Gewichtung fühlen wir uns angesichts der derzeit noch unklaren Lage auf den Rentenmärkten am wohlsten“, erläutert Eberhardt, die sowohl eine Rezession in den USA als auch eine schnelle Beruhigung der Märkte für möglich hält. Generell auf die sichere Karte setzt dagegen JP-Morgan-Manager Guy Dunham mit dem Europe Bond Fund: Er sichert die Währungspositionen unabhängig von der Marktlage stets vollständig ab, zudem meidet er osteuropäische Währungen. Auch sonst fährt der Fondsmanager eine defensive Strategie und lässt beispielsweise Hochzinsanleihen außen vor.

Mit diesem Ansatz blieb der rund 1,2 Mrd. Euro schwere Fonds in den vergangenen zwölf Monaten allerdings weit hinter der Konkurrenz zurück und belegt angesichts eines Minus von 0,69 Prozent den vorletzten Platz seiner Vergleichsgruppe. „Die Übergewichtung britischer Staatsanleihen hat sich nicht ausgezahlt, auch unsere Engagements in Hypothekenanleihen gerieten unter Druck, “ erläutert Dunham. An seiner Vorliebe für die zuletzt sehr schlecht gelaufenen sogenannten Asset Backed und Mortgage Backed Securities (ABS, MBS) hält er ungeachtet der jüngsten Turbulenzen fest.

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