Zwölf-Monats-Vergleich
Oppenheim punktet mit Fremdwährungsanleihen

Thomas Olbrich hat das Ruder erfolgreich herumgerissen: Noch im vergangenen Herbst lag der von ihm gemanagte OP Bond Global Bond Opportunities auf Zwölf-Monats-Sicht leicht im Minus und hinkte anderen, auf Kapitalerhalt ausgerichteten Absolute-Return-Fonds hinterher. Seither hat er sich schrittweise vorgearbeitet - mit einer klaren Strategie.

HAMBURG. Der Fonds belegt mit einem Wertzuwachs von 6,74 Prozent seit April 2006 den Spitzenplatz seiner Vergleichsgruppe (Tabelle). "Wir waren seit Sommer vergangenen Jahres in Polen und Ungarn übergewichtet", erläutert Olbrich das gute Ergebnis des bei Oppenheim Pramerica in Köln aufgelegten Fonds. Das gute März-Ergebnis von 1,74 Prozent führt er zum Teil auf den Rückgang der Zinsaufschläge für Unternehmens- und Schwellenländeranleihen sowie für Asset Backed Securities (ABS) zurück. ABS, mit denen durch Verbriefung handelbar gemachte Forderungen bezeichnet werden, gewichtet Olbrich derzeit mit einem Fondsanteil von rund 40 Prozent sehr hoch. 34 Prozent hält er in nachrangig besicherten Renten und Industrieanleihen. Staatspapiere spielen in dem Fonds mit einem Anteil von 19 Prozent eine eher kleine Rolle.

Für Harald Schnorrenberg von der Vermögensverwaltung Get Capital in Mönchengladbach bilden Staatsanleihen dagegen den Anlageschwerpunkt: Der Berater des Gerling Top Strategie setzt auf der Rentenseite nur auf diese Anlageklasse und gewichtet sie aktuell mit 57 Prozent. Weitere 25 Prozent hält er auf Grund der ungünstigen Aussichten für Renten als Kasse- position. Anders als Olbrich verfolgt Schnorrenberg einen rein quantitativen Ansatz, zudem kann er bis zu 35 Prozent in Aktien investieren, die beim OP Bond Global Opportunities außen vor bleiben.

"Seit Auflegung des Fonds vor rund vier Jahren wurde die maximal mögliche Aktienquote jedoch nie ausgeschöpft", betont Schnorrenberg, der den Gerling Top Strategie erst seit Anfang dieses Monats berät. "Wir haben die Ausrichtung des Fonds auf Europa beibehalten; allerdings investieren wir auf der Aktienseite nicht mehr in Einzeltitel, sondern ausschließlich in börsengehandelte Indexfonds", erklärt er. Seit Anfang April hat er die Aktienquote von zehn auf 17 Prozent aufgestockt.

Trotz des Aktienengagements hält Christian Michel den Gerling Top Strategie für das konservativere Produkt: "Der Fonds verzichtet auf der Rentenseite vollkommen auf risikoreichere Engagements, beispielsweise in Fremdwährungen oder Industrieanleihen", begründet der Feri-Analyst seine Einschätzung. Chancenorientierten Rentenfonds-Anlegern rät er darum eher zum OP Bond Global Opportunities.

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