Zwölf-Monats-Vergleich
Rentenprodukte: Julius Bär liegt vorn

In der Kategorie "Absolute Return" kann sich das Züricher Bankhaus Julius Bär nicht über mangelnden Erfolg beklagen: Gleich fünf Rentenprodukte der Schweizer führen die Riege jener Fonds an, deren Ziel in erster Linie darin besteht, das angelegte Kapital zu erhalten.

HAMBURG. Dabei liegen mit einem Zwölf-Monats-Plus von 7,51 beziehungsweise 6,75 Prozent die auf Schweizer Franken lautenden Tranchen des JB Absolute Return Plus und des JB Absolute Return oben an, während die Euro-Varianten die Plätze vier und fünf belegen (Tabelle). Dazwischen geschoben hat sich der BDB Absolute Return Bond, den Julius Bär für die italienische Banca Desio managt. Dieser Fonds bildet seit Sommer 2007 exakt die Strategie des JB Absolute Return nach.

Den Vorsprung der auf Schweizer Franken lautenden Tranche führt Ralph Gasser, Rentenspezialist bei Julius Bär, unter anderem auf die zwischenzeitliche Aufwertung des Frankens zurück, der gegenüber dem Euro seit Dezember mehr als sechs Prozent zulegte. Dies sei unter anderem eine Folge der Finanzmarktturbulenzen und der damit gesunkenen Risikoneigung internationaler Investoren, sagt Gasser. Dass die "Plus"-Variante des Fonds vorn liegt, begründet er mit der etwas aggressiveren Ausrichtung des Fonds, bei dem die Marktmeinung jeweils über höhere Einzelwetten umgesetzt wird.

Das Renten-Team des Schweizer Bankhauses setzt vorwiegend auf Euro-Papiere, die mit knapp 90 Prozent gewichtet sind. Der Rest verteilt sich primär auf skandinavische Währungen, den australischen Dollar und geringe Beimischungen aus Schwellenländern.

Weitaus exotischer präsentiert sich das Portfolio des mit einem Plus von 5,15 Prozent auf Rang sechs liegenden American Express World Express Global Emerging Markets Absolute Return. Euro-Anleihen sucht man darin vergeblich.

Stattdessen streut Jonathan Binder von der US-Vermögensverwaltung INTL Consilium das Portfolio über Lokalwährungsanleihen aus 34 Ländern, darunter Papiere aus Costa Rica oder Aruba. Die mit rund acht Prozent größte Lokalwährungsposition abseits des US-Dollars stellen Anleihen aus Nigeria, insgesamt liegt der Anteil lokaler afrikanischer Papiere bei 25 Prozent.

"Diese Märkte waren kaum von den Turbulenzen durch die US-Hypothekenkrise betroffen", sagt der American-Express-Berater, der auf eine möglichst geringe Korrelation der einzelnen Märkte Wert legt. Der Fokus auf exotischere Regionen gehört darum zur Strategie des US-Vermögensverwalters. "Wir mögen Länder, die vom Markt trotz guter Rahmendaten vernachlässigt werden, da sie sich oft abgekoppelt von anderen Märkten entwickeln und hohes Potenzial bieten", sagt Binder.

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