Zwölf-Monats-Vergleich
Schwacher Dollar drückt die Rendite von US-Fonds

Der US-Aktienmarkt hat sich zurückgemeldet. Im vergangenen Jahr erreichte der Dow Jones seinen Rekordstand. Von der guten Entwicklung konnten Anleger über börsengehandelte Indexfonds profitieren - auch wenn davon angesichts des schwachen Dollars am Ende weniger als die Hälfte übrig blieb.

HAMBURG. Klebte der Dow-Jones-Index 2004 und 2005 noch beharrlich an der Marke von 10 000 Punkten, so begann Mitte vergangenen Jahres der Anstieg auf den Rekordstand von aktuell mehr als 13 500 Punkten. Noch drei Prozentpunkte besser entwickelte sich der Dow Jones U.S. Select Dividend Index, der in den vergangenen zwölf Monaten auf Dollarbasis um 24 Prozent zulegte.

Von dieser guten Entwicklung konnten Anleger über den börsengehandelten Indexfonds (Exchange Traded Fund, ETF) gleichen Namens profitieren - auch wenn davon angesichts des schwachen Dollars am Ende weniger als die Hälfte übrig blieb. Mit einem Zuwachs von 10,07 Prozent belegt der Dow Jones U.S. Select Dividend ex von Indexchange unter 262 von Feri Rating & Research analysierten US-Aktienfonds Platz vier.

Im Gegensatz zum Dow Jones Industrial, der nur 30 Titel umfasst, sind dieser ETF und sein Vorbild mit 100 Aktien wesentlich breiter aufgestellt. "Um in den Index aufgenommen zu werden, muss ein Unternehmen im Vorjahr Dividende ausgeschüttet haben; außerdem darf es für die vorangegangenen fünf Jahre weder sinkende Dividendenrenditen aufweisen noch mehr als 60 Prozent seines Gewinns ausgeschüttet haben", sagt Indexchange-Vorstand Andreas Fehrenbach die Titelauswahl. Zu den größten Positionen gehören derzeit unter anderem die Bank of America, der Ölkonzern Chevron sowie der Tabak-Multi Altria. Die letztgenannte Aktie gehört mit einer Gewichtung von 4,2 Prozent auch zu den größten Titeln im Portfolio des Alger American Asset Growth Fund, der mit einem Wertzuwachs von 12,10 Prozent derzeit den Spitzenplatz seiner Vergleichsgruppe belegt. "Generell stehen die Aktien des Dow Jones U.S. Select Dividend Index bei der Titelauswahl jedoch nicht im Mittelpunkt, sondern vor allem wachstumsstarke Unternehmen, die einen Wandel durchlaufen", erläutert Alger-Manager Patrick Kelly und nennt als Beispiel den Computerhersteller Apple, dem die Einführung des iPod neue Impulse beschert habe.

Im wesentlichen orientiert sich Kelly am Russell 3 000 Growth Index, genehmigt sich dabei aber durchaus Abweichungen. So gehört unter den größten im Index gewichteten Unternehmen lediglich Google zu den Top-Positionen im Fonds. Das gute Ergebnis führt Kelly denn auch überwiegend auf diesen aktiven Managementansatz zurück. "Als besonders erfolgreich hat sich vor allem unsere Wette auf den Solar-Zulieferer MEMC Electronic Materials erwiesen, der aktuell zu unseren größten Titeln im Fonds gehört", sagt Kelly.

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