Zwölf-Monats-Vergleich
Schwacher Monat für dynamische Mischfonds

Für den dynamischen Mischfonds Noah-Mix OP von Oppenheim verlief der August alles andere als erfreulich. Mit einem Minus von 14 Prozent erzielte er das schlechteste Monatsergebnis seit Auflegung im Oktober 2003. Und auch andere Mischfonds konnten in diesem Monat nicht überzeugen.

HAMBURG. Für den dynamischen Mischfonds Noah-Mix OP von Oppenheim verlief der August alles andere als erfreulich. "Mit einem Minus von 14 Prozent erzielte er das schlechteste Monatsergebnis seit Auflegung im Oktober 2003", räumt Fondsberater Uwe Bergold von der Vermögensverwaltung Global Resources Invest ein. Das drastische Minus (siehe Tabelle) führt er vor allem auf die im Fonds dominierenden Goldminenaktien zurück: "Dieser Sektor brach Mitte August mit Abstand am stärksten ein, aber auch Silber- und Palladiumwerte gerieten unter Druck, ebenso die im Fonds vertretenen Energiewerte", so Bergold.

An der Konzentration auf Rohstoffwerte will der Oppenheim-Berater jedoch festhalten. "Wir haben theoretisch zwar die Möglichkeit, den Aktienanteil auch in anderen Branchen zu investieren, sehen aber derzeit keinen Anlass, die Ausrichtung des Fonds zu verändern", erläutert Bergold und fühlt sich durch die 15-prozentige Erholung des Anteilspreises im September bestätigt. Die jüngsten Kursanstiege wertet Bergold nicht nur als kurzfristige Reaktion auf die Turbulenzen im Zuge der US-Hypothekenkrise, sondern als Indiz für einen länger andauernden Aufwärtstrend. Die aktuelle Kasseposition von derzeit 14 Prozent will Bergold für weitere Engagements im Goldsektor nutzen.

Mit rund sechs Prozent ist die Barreserve beim Carmignac Euro-Patrimoine derzeit deutlich geringer. Auch sonst fährt Fondsmanager Frédéric Leroux eine andere Strategie als Bergold und lässt beispielsweise Edelmetallaktien fast komplett außen vor. "Aufgrund des Anlageschwerpunkts in Europa sind die Möglichkeiten für derartige Investments sehr begrenzt", so der Carmignac-Manager. Der aktuell 631 Mill. Euro schwere Euro-Patrimoine liegt auf Sicht von zwölf Monaten zwar deutlich vor dem auf Rohstoffe spezialisierten Konkurrenzprodukt, enttäuscht aber mit einem mageren Plus von 2,47 Prozent ebenfalls. "Die Aktienquote lag durch die Absicherung über Derivate bei lediglich 25 bis 35 Prozent", kommentiert Leroux das schwache Abschneiden.

Trotz der jüngsten Schwäche hält Tim Geisler vom Fonds-Zentrum Nürnberg den Carmignac-Fonds für eine sehr gute Wahl. "Die französische Gesellschaft verfügt über eine erstklassige Expertise und arbeitet sehr transparent", sagt er. Vom Noah-Mix OP ist Geisler dagegen deutlich weniger überzeugt. "Gegenüber reinen Rohstofffonds entwickelte sich dieser Fonds eher schwach und verbuchte in Abwärtsphasen fast ebenso hohe Verluste wie der Markt", kritisiert er, obwohl er spezialisierte Mischfonds generell für eine gute Idee hält. Bislang gebe es hierzulande jedoch kein Produkt mit einem überzeugenden Ansatz.

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