Zwölf-Monats-Vergleich
Schwellenländer bringen Multimedia-Fonds Gewinne

Investments in Telekomtitel aus den Schwellenländern zahlen sich wieder aus. Das zeigt die jüngste Auswertung von Feri Rating & Research unter 35 Telemedienfonds: So kehrte der zwischenzeitlich abgerutschte, generell stark in dieser Region engagierte Fidelity Telecommunication Fund mit einem aktuellen Zwölfmonatsplus von 41,52 Prozent an die Spitze zurück.

HAMBURG. "Wir waren besonders im Bereich Mobiltelefonie erfolgreich, darunter mit der mexikanischen Gesellschaft America Movil und dem malaysischen Anbieter Digi.com", erläutert Teera Chanpongsang. Der Fidelity-Manager hält aktuell weltweit etwa 30 Prozent des Portfolios in Schwellenländern. Als richtige Entscheidung habe sich zudem das deutliche Abweichen vom Vergleichsindex MSCI World Telecommunications erwiesen. "Die Wette auf Indiens nicht im Index enthaltenen Mobilfunk-Marktführer Bharti Airtel hat sich ebenso ausgezahlt wie die deutliche Untergewichtung europäischer Telekomschwergewichte", sagt Chanpongsang. In Europa stünden die Marktführer unter hohem Regulierungsdruck, weshalb die Wachstumsraten eher bescheiden ausfallen dürften.

Das größte Potenzial sieht der Fidelity-Manager derzeit in Ländern wie Mexiko, China und Indien. Auf Branchenebene setzt er nahezu ausschließlich auf Telekomdienstleister; auf Telekommunikationsdienste spezialisierte Software-Unternehmen machen lediglich 1,7 Prozent des Fondsvermögens aus.

Ein breiteres Branchenspektrum deckt dagegen der Santander Multimedia ab, der neben Medienaktien bis Anfang dieses Jahres auch Technologiewerte beimischte. Mit dieser Ausrichtung war der Fonds zuletzt allerdings nicht sonderlich erfolgreich: So erzielte er mit einem mageren Plus von 2,79 Prozent das mit Abstand schlechteste Ergebnis seiner Vergleichsgruppe. "Wir konnten nicht so stark von der guten Entwicklung des weltweiten Telekomsektors profitieren wie andere Fonds dieser Kategorie, da sich der Technologiesektor nicht so gut entwickelt hat", stellt Stephen Hynes klar.

Der Fondsmanager von Montgomery Oppenheim in Dublin gibt sich aber zuversichtlich, in den kommenden Monaten besser mit den anderen Telemedienfonds mithalten zu können. "Im Februar wurde die Strategie geändert, seitdem mischen wir statt Tech-Aktien Telekommunikationswerte bei", erläutert er.

Zu seinen größten Positionen gehören aktuell unter anderem der deutsche Medienkonzern Pro Sieben Sat1 Media sowie die Suchmaschine Yahoo. Unternehmen aus den Schwellenländern spielen für Hynes mit einer Gewichtung von rund elf Prozent derzeit eine eher untergeordnete Rolle, während europäische Titel mit rund 48 Prozent deutlich höher gewichtet sind als im Fidelity Telecommunication.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%