Zwölf-Monats-Vergleich
Skepsis gegenüber Rohstoffwerten nimmt zu

Der M&G Global Basics gehört seit Jahren zu den Klassikern unter den globalen Aktienfonds. Seine Popularität und seinen Erfolg verdankt der Ende 2000 aufgelegte Fonds in erster Linie der Vorliebe seines Managers Graham French für Energie- und Rohstofftitel.

HB HAMBURG. Mit einem Wertzuwachs von 2,48 Prozent war French auch in den vergangenen zwölf Monaten erfolgreicher als die meisten Konkurrenten: Unter den zehn größten globalen Aktienfonds mit deutscher Vertriebszulassung liegt der M&G Global Basics derzeit auf Rang zwei (siehe Tabelle).

Mittlerweile hat French die Gewichtung von Energie- und Rohstofftiteln allerdings von ehemals 50 Prozent auf nur noch 25 Prozent gesenkt. „Die Bewertungen einiger Sektoren scheinen mir überspannt zu sein“, so der M&G-Manager. Potenzial sieht er allerdings noch bei den Produzenten knapper Rohstoffe, bei denen die Nachfrage besonders durch die Schwellenländer weiter steigt. Als Beispiel nennt French den Kohleförderer Peabody Energy. Die Nachfrage steige, da allein China 75 Prozent seiner Energie aus Kohle gewinne.

Einen deutlich breiteren Raum als noch vor einem Jahr nehmen im M&G Global Basics Konsumgüter ein. „In den Schwellenländern kommt eine neue Mittelschicht auf, die konsumieren will“, so French. Die Nachfrage nach Markenartikeln, Autos und Schmuck steige. 33 Prozent des Portfolios sind aktuell in Grundstoffe investiert, weitere 20 Prozent in Verbrauchsgütern.

Ein anderer Klassiker unter den globalen Aktienfonds ist im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich zum ersten Mal seit vielen Jahren nicht mehr unter den zehn größten Angeboten vertreten: der ACM Bernstein Global Growth Trends vom amerikanischen Fondshaus Alliance Bernstein. Nachgerückt ist dafür das Schwesterprodukt ACM Bernstein Global Equity Blend mit einem Volumen von aktuell knapp drei Mrd. Euro.

Die Performance war allerdings mit einem Minus von 20,51 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten ähnlich unterdurchschnittlich wie beim Schwesterprodukt: Lediglich drei der zehn größten Globalfonds weisen ein schlechteres Ergebnis aus. „Während der Global Growth Trends ausschließlich in Wachstumstitel investiert, setzt der Blend-Fonds auch auf Substanzwerte“ erklärt Hauke Höfer, Länderchef des Fondshauses für Deutschland und Österreich. Dabei streben die Manager des Fonds ein ausgewogenes Mischungsverhältnis an. Zu den größten Positionen gehören auf der Wachstumsseite EOG Resources, Lehman Brothers, UBS, Rio Tinto und Credit Suisse Group, prominent vertretene Value-Titel sind Chevron, JP Morgan Chase, Conoco Phillips, Royal Dutch Shell und AIG.

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