Zwölf-Monats-Vergleich
Templeton Growth Fund abgeschlagen

Gemeinhin gelten mehrere Fonds einer Anlagekategorie in einem Depot nicht unbedingt als sinnvoll. Anders verhält es sich mit bestimmten Globalfonds wie dem Publikumsliebling M&G Global Basics. Dieser Fonds lässt sich hervorragend kombinieren - und liegt damit im Ranking der großen internationale Aktienfonds vorn.

HAMBURG. "Dieser Fonds lässt sich hervorragend mit substanzwert-orientierten Fonds wie dem Templeton Growth kombinieren", sagt Tim Geisler vom Fonds-Zentrum in Nürnberg. Beide Produkte hätten unterschiedliche Schwerpunkte, die sich ergänzten. So investiere der M&G Global Basics in erster Linie in Rohstoff- und Basiskonsumwerte, während der Templeton Growth den Rohstoffsektor seit längerem meide. "Das führt in der Regel zu einer gegenläufigen Entwicklung beider Fonds", erläutert Geisler.

Die Wertentwicklung der vergangenen zwölf Monate bestätigt diese Einschätzung. So ist der M&G-Fonds mit einem Plus von 21,46 Prozent derzeit Spitzenreiter unter den zehn volumenstärksten Globalfonds und belegt im Gesamtvergleich über 402 Fonds Rang 35 (siehe Tabelle). Die Euro-Version des Templeton-Klassikers liegt dagegen mit einem minimalen Plus von 0,42 Prozent weit abgeschlagen auf Platz 390. "Der M&G Global Basics profitierte klar von der nach wie vor guten Entwicklung im Rohstoffsektor, während der Templeton Growth unter anderem aufgrund des schwachen Dollars schlecht gelaufen ist", kommentiert Geisler die jüngste Entwicklung. Im ursprünglich für US-Anleger konzipierten Templeton-Fonds spiele die Entwicklung des Dollars bei Portfolioentscheidungen eine deutlich geringere Rolle als bei Produkten europäischer Fondshäuser.

Die mageren Ergebnisse der vergangenen Monate gehen Templeton-Manager Murdo Murchison zufolge aber auch auf das hohe Engagement in Bankentiteln zurück. "Obwohl die von uns gehaltenen europäischen Aktien wie ING und Aviva nicht direkt in die US-Hypothekenkrise verwickelt sind, gerieten sie unter Druck", so Murchison. Für die kommenden Monate rechnet er mit einer Gegenbewegung zugunsten seines Fonds: "Das schwächere US-Wachstum dürfte einige spekulative Märkte wie den Rohstoffsektor und China unter Druck setzen."

M&G-Manager Graham French sieht dagegen keine Probleme für die von ihm bevorzugten Bereiche. "Die steigende Nachfrage der Mittelschicht in den Schwellenländern dürfte auch weiterhin die Nachfrage nach Rohstoffen und Konsumartikeln beflügeln und die Kurse stützen", so der Fondsmanager, der generell keine Finanzwerte im Portfolio hält. Obwohl French viele Bereiche ausklammert und auf eher risikoreiche Rohstoffe setzt, eignet sich der M&G-Klassiker nach Einschätzung von Geisler durchaus als Basisinvestment.

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