Zwölf-Monats-Vergleich
US-Nebenwerte auch für vorsichtige Anleger geeignet

Unter den Top Ten der 60 von Feri Rating & Research gelisteten US-Nebenwertefonds herrscht derzeit ein einträchtiges Nebeneinander der Stilrichtungen Value (Substanzwerte) und Growth (Wachstumswerte). Während beim Spitzenreiter UOB Kinetics Small Cap Value-Aktien im Vordergrund stehen, verfolgt der auf Rang zwei liegende Janus US Venture Fund einen klaren Growth-Ansatz.

AMBURG. "Wir investieren nur in Unternehmen, die ein voraussichtliches jährliches Gewinnwachstum von mindestens 15 Prozent aufweisen", sagt Janus-Manager Will Bales und nennt als besonders erfolgreiche Beispiele der vergangenen Monate den Daten-Netzwerkanbieter Equinix und den Finanzdienstleister Huron Consulting. Beide gehören derzeit zu den Top-Positionen im Fonds, der insgesamt 139 Aktien umfasst. Bei der Titelauswahl ist Bales nicht auf kleine Unternehmen (Small Caps) oder Firmen mit mittlerer Marktkapitalisierung (Mid Caps) festgelegt: "Für den Fonds kommen prinzipiell Unternehmen mit einem Börsenwert zwischen 100 Mill. und 2,5 Mrd. Dollar infrage", erläutert er.

Rod Wright gibt sich dagegen kaum mit Small Caps ab: Er bestückt den Pioneer Mid Cap Value und die gespiegelte europäische Tranche US Mid Cap Value vorwiegend mit Unternehmen, deren Börsenwert zwischen einer und zehn Mrd. Dollar liegt. Wright versteht sich als klassischer Value-Investor, für den neben der Gewinnperspektive, insbesondere die Bewertung im Vordergrund steht. Auf Branchenebene setzt er ebenfalls andere Akzente als Bales. Während der Janus-Manager gut ein Drittel des Portfolios im Bereich Informationstechnologie investiert hat, dominieren im Pioneer-Fonds Finanzwerte mit einer Gewichtung von rund 20 Prozent.

Mit seiner Strategie war Wright in den vergangenen zwölf Monaten deutlich erfolgreicher als im gleichen Zeitraum zuvor: So rangiert die europäische Variante seines Fonds mit einem Wertzuwachs von 18,07 Prozent auf Rang neun, vor genau einem Jahr belegte sie dagegen den letzten Platz der Vergleichsgruppe. Trotz dieser deutlichen Schwankungen in der Wertentwicklung stellt der Fonds nach Einschätzung von Feri-Analyst Christian Michel eine gute Wahl für einen US-Nebenwertefonds dar: "Das Pioneer-Produkt überzeugt durch den Schwerpunkt auf Mid Caps mit einem vergleichsweise geringen Risiko und kommt damit auch für etwas vorsichtigere Anleger infrage". Wer dagegen gezielt auf die schwankungsanfälligeren Small Caps setzen wolle, sei mit dem Janus-Fonds gut bedient. Derzeit sei der Einstiegszeitpunkt für US-Nebenwertefonds allerdings ungünstig: "Anleger fahren momentan besser mit US-Standardwertefonds, weil diese Aktien noch mehr Aufholpotenzial bieten", so Michel.

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