Zwölf-Monats-Vergleich
US-Wachstumsfonds legen zweistellig zu

Bei auf US-Titel spezialisierten Aktienfonds dominieren weiter Angebote das Feld, die Unternehmen mit hohem Gewinnwachstum bevorzugen. Darauf deutet der häufige Namenszusatz "Growth" im Spitzenfeld des jüngsten Zwölf-Monats-Vergleichs in dieser Kategorie hin.

HAMBURG. Derart positionierte Fonds erzielten auf Euro-Basis trotz des schwachen Dollars einen Wertzuwachs von teilweise über 20 Prozent, während manche Substanzwertefonds - gekennzeichnet durch den Zusatz "Value" - zweistellig ins Minus rutschten.

Zu der erstgenannten Gruppe gehört auch der Franklin U.S. Opportunities von Franklin Templeton auf Rang sechs. Zwar wurde der ursprüngliche Name des Fonds ("Aggressive Growth") im August 2007 fallengelassen. Am wachstumsorientierten Ansatz hat sich dadurch jedoch nichts geändert, wie Franklin-Templeton-Manager Grant Bowers betont: "Wir glauben, dass der neue Name unsere Strategie der Ermittlung von Wachstumschancen, wo immer sie sich ergeben, besser beschreibt." Gute Chancen sieht Bowers derzeit nicht nur bei ausgewählten Technologiewerten wie Apple oder Juniper Networks, sondern auch bei Konsumwerten wie dem Getränkehersteller Hansen Natural. Ebenfalls prominent im 70 Einzeltitel umfassenden Portfolio vertreten sind Biotech-Firmen wie Myriad Genetics und Celgene. Charakteristisch für einen Wachstumswerte-Fonds ist das hohe durchschnittliche Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV): Mit 36 ist es fast doppelt so hoch wie im Vergleichsindex Russell 3000 Growth.

Deutlich günstiger sind derzeit die Aktien im Nordea North American Equity auf Rang fünf bewertet: Dort liegt das durchschnittliche KGV bei 15. Obwohl auch dieses teamgesteuerte Portfolio auf Wachstumswerte spezialisiert ist, sind Technologie- und Biotech-Aktien nur halb so hoch gewichtet wie Energie- und Industrietitel, die zusammen mehr als 30 Prozent des Portfolios ausmachen. "Vor allem im Energiesektor haben wir unser Engagement in den vergangenen Wochen noch einmal verstärkt", sagt Team-Leiter Claus F. Nielsen. Ferner stünden Unternehmen mit einem starken Engagement in Asien im Vordergrund.

Gerd Bennewirtz vom Finanzdienstleistungsinstitut SJB Fonds Skyline sieht den Nordea North American Equity als typisches Beispiel dafür, dass "am US-Aktienmarkt derzeit nichts so ist, wie es scheint". Viele im S&P-500-Index gelistete Großunternehmen seien attraktiv bewertet und angesichts ihres Wachstumspotenzials ein "klarer Kauf". Zumal auch von der Währungsseite kaum noch Gefahren drohten. Im Gegenteil, wie Dollar-Optimist Bennewirtz betont: "Wenn der Dollar dreht, wirkt das auf US-Fonds wie ein zusätzlicher Hebel."

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