Zwölf-Monats-Vergleich
Veritas-Dachfonds investiert in Indexprodukte

Mensch oder Maschine - bei überwiegend in Renten- und Immobilienfonds investierenden Dachfonds scheint diese Frage nicht über den Erfolg zu entscheiden. Das zeigt der jüngste Zwölf-Monats-Vergleich von 78 entsprechend ausgerichteten Produkten

HAMBURG. In der Spitzengruppe des jüngsten Zwölf-Monats-Vergleichs von 78 Produkten finden sich neben Fonds, die bei der Zielfondswahl vor allem auf die fachliche Qualität der jeweiligen Manager setzen, auch solche, die einen rein quantitativen Ansatz verfolgen. In die letztgenannte Gruppe fallen zum Beispiel der Veritas SG Ertrag und der ebenfalls bei Veritas aufgelegte A2A Defensiv, die aktuell die Plätze drei und vier belegen.

"Für mich ist der Markt der wichtigste Faktor", sagt Veritas-Manager Markus Kaiser. Das von ihm verwendete Trendphasenmodell analysiert weltweit Indizes, die verschiedene Märkte nach Regionen und Anlageklassen abbilden. Anhand der Ergebnisse gibt der Computer zyklische und antizyklische Kauf- und Verkaufsempfehlungen ab. Dementsprechend sucht Kaiser etwa 20 Zielfonds aus. Börsennotierte Indexfonds (ETF) sind für ihn dabei die erste Wahl. "Da gehe ich keine Gefahr ein, dass der Zielfondsmanager eine andere Marktmeinung hat als ich", erklärt er.

Der einzige Unterschied zwischen den beiden von Kaiser betreuten Fonds: Beim Veritas SG Ertrag liegt die Höchstgrenze für Aktienfonds bei 15 Prozent, beim A2A Defensiv sind es 20 Prozent. Den Rest investiert der Fondsmanager in Renten- und Geldmarktfonds, die überwiegend im Euro-Raum aktiv sind.

Bereits zwei Wochen vor den Kurseinbrüchen Ende Februar hat Kaiser den Aktienanteil in beiden Portfolios auf Null zurückgefahren. Zuvor hatten Aktien beim Veritas SG Ertrag 12,5 Prozent und beim A2A Defensiv 15 Prozent ausgemacht. Mittlerweile hat Kaiser die ursprüngliche Gewichtung wieder hergestellt.

Im Gegensatz dazu sind ETFs für Hermann Hall-Josef keine Alternative. "Für das Portfolio kommen nur Fonds in Frage, deren Manager sich bewiesen haben", betont der Manager des siebtplatzierten Sauren Global Defensiv. Aktuell setzt Hall zu 56 Prozent auf offene Immobilienfonds. Diese Anlageklasse wiederum kommt für Kaiser nicht in Frage, da es keine entsprechenden Marktindizes gibt. An Höchstgrenzen für die Aktienquote ist Hall nicht gebunden. Derzeit machen Aktienfonds elf Prozent seines Portfolios aus. Umschichtungen gab es Ende Februar nicht. "Wir setzen darauf, dass die Zielfondsmanager in ihren jeweiligen Marktsegmenten nachhaltigen Mehrwert schaffen", sagt Hall. Daher hält er auch nichts von Marktprognosen. Wie Kaiser setzt er jedoch mit seinen Investments überwiegend auf den Euro-Raum.

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