Zwölf Monatsvergleich
Dachfondsmanager folgen Kaufsignalen für Aktien

Der vom Versicherer Deutscher Ring angebotene Dachfonds RAM Dynamisch Rang belegt im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich Rang eins. Fondsberater Leo Willert von der österreichischen Gesellschaft Arts Asset Management profitiert einmal mehr von den flexiblen Anlagebedingungen.

HAMBURG. Erste Wahl: Auch im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich von 63 überwiegend in Aktienfonds anlegenden Dachfonds belegt der vom Versicherer Deutscher Ring angebotene Dachfonds RAM Dynamisch Rang eins (siehe Tabelle). Dabei profitierte Fondsberater Leo Willert von der österreichischen Gesellschaft Arts Asset Management einmal mehr von den flexiblen Anlagebedingungen: Signalisiert ein von ihm entwickeltes Computermodell an den Aktienmärkten einen Abwärtstrend, kann er den Anteil an Renten- und Geldmarktfonds auf bis zu 100 Prozent herauffahren.

"Im Laufe des Januar haben wir die Aktienquote in mehreren Schritten komplett abgebaut und bis Ende März bei Null gehalten", sagt Willert. Anteilsinhaber erlitten deshalb in den vergangenen zwölf Monaten lediglich einen minimalen Verlust von 0,13 Prozent.

Im Rentenbereich dominierten seit Jahresbeginn vor allem auf inflationsgeschützte Anleihen spezialisierte Zielfonds das Portfolio. Seit etwa zwei Wochen sendet das von Willert verwendete Programm wieder einzelne Kaufsignale für Aktien. "Die Quote bewegt sich allmählich in Richtung 30 Prozent", sagt der Österreicher. Dabei stünden zunächst defensive Produkte wie US-Standardwerte- und Konsumwerte-Fonds im Vordergrund, aber auch Fonds für Technologieaktien und japanische Nebenwerte. Deutschland spielt dagegen als Anlageziel bis auf weiteres keine Rolle.

Das sieht im viertplatzierten Top Ten Classic von Oppenheim Trust etwas anders aus. Dessen Berater Max Zellhuber verfolgt eine ganz ähnliche Strategie, geht dabei aber etwas aggressiver zu Werke. "In der Spitze haben wir die Aktienquote auf 25 Prozent abgesenkt, mittlerweile liegt sie aber schon wieder bei 60 Prozent", sagt Zellhuber. Auch sein Prognosemodell erkannte Ende März einen Trendwechsel an den Weltbörsen, woraufhin er den deutschen Markt in einem zweiten Analyseschritt als einen der attraktivsten Plätze einstufte.

"Vielen Unternehmen geht es gut, die Auftragsbücher sind voll", begründet der Oppenheim-Berater diese Entscheidung, die er in seinem Portfolio bislang aber nur mit börsengehandelten Indexfonds umsetzt. Auf aktiv gemanagte Fonds will er erst setzen, wenn sich der Trend verfestigt hat.

"Ich kann mir vorstellen, dass der Dax bis zum Dezember noch ins Plus dreht", sagt er. Neben Deutschland favorisiert er Schwellenländer wie Taiwan und Thailand, die unter der Kreditkrise kaum gelitten hätten. Zum ersten Mal seit 2006 rücken auch US-Fonds wieder in den Fokus, mit einem noch geringen Anteil von weniger als drei Prozent.

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