Zwölf-Montags-Vergleich
Fokus auf europäische Objekte zahlt sich aus

Trotz Immobilienkrise erzielten offene Immobilienfonds gute Gewinne. Die durchschnittliche Rendite der in Deutschland zugelassenen Produkte liegt auf Jahressicht mit 4,63 Prozent rund einen halben Prozentpunkt über dem jährlichen Ertrag auf Sicht von drei Jahren.

HAMBURG. Überdurchschnittlich erfolgreich war der Spitzenreiter Euroinvest Immobilien der UBS. "Das ist insbesondere auf die stabile Liquidität des Fonds bei niedrigem Leerstand zurückzuführen", sagt UBS-Manager Alexander Isak. "Des Weiteren verbuchte der Fonds moderate Bewertungseffekte, unter anderem bei französischen Immobilien." Die kleinen Wertsteigerungen zeigten große Wirkung, denn Frankreich hat mit einem Drittel des Fonds das höchste Ländergewicht. Auf Platz zwei folgt Deutschland mit knapp einem Viertel.

"Momentan stehen Investitionen in Großbritannien und Skandinavien im Fokus", sagt Isak. "Wir bevorzugen voll vermietete und neuwertige oder grundsanierte Gebäude ab etwa 25 Millionen Euro." Bei der Immobiliensuche beschränkt er sich allerdings auf Bürogebäude in Europas Hauptstädten und regionalen Zentren. Darin unterscheidet sich der Fonds vom fünftplatzierten UBS (D) 3 Kontinente Immobilien, der das Fondsvermögen auf verschiedene Marktsektoren verteilt. Büroimmobilien kommen hier auf weniger als 70 Prozent; enthalten sind auch Objekte aus Nordamerika und Asien.

Die Beschränkung auf europäische Immobilien hat der UBS Euroinvest Immobilien dagegen mit dem drittplatzierten Fonds Hansaimmobilia von Hansainvest gemein. Auch dessen Manager Ralph Petersdorff sieht für antizyklische Investoren am angeschlagenen britischen Häusermarkt Chancen: "Im März sind wir in London mit einem weiteren Investment sehr günstig eingestiegen und planen ganz konkret weitere Ankäufe."

Auch in der Branchengewichtung ähnelt der Hansainvest-Fonds dem UBS-Produkt. Drei Viertel des Fondsvermögens sind in Büros investiert. "Dabei ist uns eine Immobilie mit einer Handvoll bonitätsstarker Mieter grundsätzlich lieber als die klassische Ein-Mieter-Immobilie", so der Hansainvest-Manager weiter. Investitionen in Betreiberimmobilien wie Pflegeheime stünden dagegen bei ihm nicht im Fokus.

Großflächige Einzelhandelsimmobilien findet Petersdorff wegen der oft langfristig sicheren Mietverträge zwar grundsätzlich attraktiv, diese seien allerdings überteuert. Als Beimischung nimmt er seit diesem Jahr auch Chancen in Schwellenländern wahr. "In Mexiko haben wir bewusst eine kleinere Immobilie gewählt für den Markteintritt", so der Hansainvest-Manager. Demnächst sollen weitere Investitionen in der Region folgen.

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