Zwölfmonatsauswertung
Externe Manager bringen Nebenwertefonds nach vorn

„Im Westen nichts Neues“: Wie auch Ende des letzten Jahres sind die besten Positionen des Bereichs „Nebenwerte USA“ im Jahresranking von Feri Rating & Research fest vergeben. Allerdings schaffte es ein Neuzugang auf Anhieb in Schlagdistanz.

HAMBURG. An der Spitze der Fondskategorie „Nebenwerte USA“ ist seit Ende vergangenen Jahres alles beim Alten geblieben: So behaupteten der UOB Kinetics Small Cap und der Janus US Venture Fund in der jüngsten Zwölfmonatsauswertung von Feri Rating & Research unter 60 Fonds dieser Vergleichsgruppe mit Wertzuwächsen von 8,15 und 5,43 Prozent ihre Spitzenplätze (siehe Tabelle). Mit dem erst im Januar 2006 aufgelegten Parvest US Mid Cap haben die beiden Fonds jedoch ernsthafte Konkurrenz bekommen. Ähnlich wie der aktuelle Spitzenreiter der United Overseas Bank Group (UOB), der es kurz nach der deutschen Zulassung auf Anhieb an die Spitze der bei Feri verzeichneten US-Nebenwertefonds schaffte, erreichte der Parvest-Fonds mit einem Plus von 3,34 Prozent auf Anhieb einen respektablen dritten Platz.

Wie UOB lässt auch BNP Paribas den Parvest US Mid Cap extern managen; hinsichtlich des Portfolios gibt es jedoch nur wenige Überschneidungen: So investieren die Manager des UOB-Fonds vorzugsweise in Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von bis zu drei Mrd. Dollar, während Parvest-Beraterin Thyra Zerhusen von der Chicagoer Vermögensverwaltung Optimum Advisors auf Unternehmen mit einem Börsenwert zwischen zwei Mrd. und zwölf Mrd. Dollar setzt. „Wir konzentrieren uns auf Unternehmen, die neben soliden Bilanzen das Potenzial zum Ausbau ihrer Marktanteile haben“, sagt Zerhusen, die sich als langfristig orientierte Investorin sieht und einen Anlagehorizont von drei bis fünf Jahren anpeilt. Am Vergleichsindex Russell Mid Cap orientiert sie sich nur grob. „Aktuell haben wir beispielsweise zyklische Konsumgüter mit 28 Prozent gewichtet, während sie im Index einen Anteil von 18 Prozent haben“, sagt Zerhusen.

Umgekehrt ist es bei Finanzwerten, in denen nur acht Prozent des Portfolios stecken, während sie im Index mit 20 Prozent vertreten sind. Für 2007 gibt die Beraterin sich zuversichtlich: „Wir rechnen in den kommenden Monaten mit größeren Marktschwankungen, was Firmen mit mittlerer Börsenkapitalisierung im Vergleich zu kleinen Unternehmen wieder attraktiver macht“, urteilt Zerhusen.

Vorsichtiger gibt sich Gordon Grender. „Die Anhebung der Mindestlöhne wird die Unternehmen belasten und die Gewinnaussichten schmälern; lediglich der Einzelhandelssektor dürfte hiervon profitieren“, sagt der Manager des GAM Star American Equity. Bereits in den vergangenen Monaten war Grender eher pessimistisch und hielt eine hohe Kasseposition. Wie hoch, dazu gibt es von GAM aber keine Auskunft. Dem Fonds bekam dies schlecht: So belegen alle drei Währungstranchen mit einem Minus zwischen 13,81 und 13,60 Prozent Plätze am untersten Tabellenende.

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