Zwöls-Monats-Vergleich
Pharmariesen wachsen nur durch Übernahmen

Biotechnologie-Konzerne können künftig nur noch durch Zukäufe signifikant wachsen. Denn die Unternehmen investieren kaum mehr in eigene Forschungsprojekte. Sie lagern ihr Investitionsrisiko faktisch aus, indem sie kleinere Forschungsunternehmen erst dann kaufen, wenn diese bereits erste Projekte realisieren.

FRANKFURT. Aus eigenem Antrieb werden die Dickschiffe der Branche vorerst kein Umsatzplus erwirtschaften, sagen Experten. Das stabilisiert jedoch die Ertragslage und damit auch die Aktienkurse. Daher fiel der Wertverlust von Biotechnologie- und Pharmafonds in den vergangenen zwölf Monaten vergleichsweise moderat aus. In der Feri-Jahresabrechnung verloren die Papiere 2008 durchschnittlich 21 Prozent (siehe Tabelle).

"Performancetreiber waren die Aktien kleinerer Übernahmeziele", sagt Samuel Isaly, der Fondsmanager des Eaton-Vance-Emerald-Worldwide-Health-Sciences-Fonds. Das Papier steht mit einem Jahresverlust von drei Prozent auf Platz eins der Hitliste. Für das kommende Jahr setzt der Aktienstratege weiterhin auf die bewährte Übernahmestrategie. Auch rechnet er mit einem konjunkturunabhängigen Nachfragewachstum bei Gesundheitsprodukten.

Der Biotechnology-Discovery-Fonds von Franklin Templeton setzt gleich auf die ganz großen Biotechs: Gilead Sciences und Genentech liegen mit zwölf bzw. zehn Prozent im Aktienkorb. Kleinere Branchenvertreter wie zum Beispiel Sequenom sind mit rund drei Prozent vertreten. Das Unternehmen entwickelte zuletzt einen pränatalen Down-Syndrom-Test. Und seit Januar 2009 steigt der Kurs der Aktie wieder.

Die Anteilseigner des Franklin-Biotechnology-DiscoveryFonds sind allerdings auch einem Währungsrisiko ausgesetzt. Denn knapp 85 Prozent des Fondsvermögens ist in US-Aktien investiert. Fällt der Dollar gegenüber dem Euro, müssen hiesige Investoren auf Rendite verzichten.

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